Frieden braucht Realismus

Warum persönliche Vorbehalte gegen Gerhard Schröder hinter dem Ziel eines Kriegsendes zurückstehen müssen

Der Krieg in der Ukraine fordert weiterhin jeden Tag Menschenleben. Wer dieses Sterben beenden will, darf keinen möglichen Gesprächskanal leichtfertig verwerfen, nur weil er politisch unbequem ist.

Genau deshalb verdient die aktuelle Debatte um Gerhard Schröder mehr Ernsthaftigkeit, als sie von vielen Vertretern der CDU, SPD, Grünen und FDP derzeit erfährt. Wladimir Putin hat Schröder ausdrücklich als möglichen Vermittler ins Gespräch gebracht, während große Teile des politischen Betriebs diesen Gedanken reflexhaft zurückweisen.

Schröder ist kein Sympathietest, sondern eine Machtfrage

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Gerhard Schröder in Berlin noch beliebt ist. Die entscheidende Frage lautet, ob es überhaupt noch Persönlichkeiten in Europa gibt, zu denen der russische Präsident einen direkten Draht hat und deren Gesprächsangebote er ernst nimmt.

Wenn Putin selbst erklärt, Schröder sei aus seiner Sicht ein geeigneter Gesprächspartner, dann kann man diesen Umstand politisch kritisieren. Man kann ihn aber nicht einfach ignorieren, wenn das erklärte Ziel ein Ende des Krieges ist.

Denn Diplomatie funktioniert nicht nach moralischer Komfortzone, sondern nach realen Einflussmöglichkeiten. Wer Frieden schaffen will, muss mit den Akteuren arbeiten, die Zugang haben, Gespräche eröffnen können und im besten Fall zu belastbaren Verhandlungen beitragen.

Die Ablehnung aus dem Parteienkartell

Aus Bundesregierung und Kartellparteien kam auf den Vorschlag umgehend Ablehnung. Der Vorstoß wurde als durchsichtiges Manöver Russlands bezeichnet, Schröder als ungeeignet, und seine mögliche Rolle wurde nicht als Chance, sondern vor allem als Belastung dargestellt.

Diese Reaktion offenbart ein grundsätzliches Problem. Seit Beginn des Krieges werden in Berlin vor allem jene Ansätze ausgegrenzt, die auf Waffenstillstand, Verhandlungen und politische Deeskalation setzen, sobald sie nicht aus dem eigenen Lager kommen.

Gerade deshalb passt die Behandlung Schröders ins Bild. Nicht die Frage, ob ein Vermittlungsversuch Aussicht auf Erfolg haben könnte, steht im Vordergrund, sondern ob ein solcher Ansatz in das moralische Selbstbild der herrschenden Politik passt.

Die AfD hat im Bundestag konkrete Friedensanträge gestellt

Die AfD-Fraktion hat im Bundestag wiederholt Anträge eingebracht, die auf eine politische Beendigung des Krieges abzielen. Dazu gehört insbesondere der Antrag „Deutschlands Verantwortung für Frieden in Europa gerecht werden – Eine Friedensinitiative mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Russland“ aus dem Februar 2023.

In diesem Antrag wurde unter anderem eine internationale Friedensdelegation, ein Waffenstillstand, eine entmilitarisierte Zone, VN-Mandatsgebiete, ein geordneter Rückzug russischer Truppen sowie eine schrittweise Aufhebung von Sanktionen im Zuge einer Verhandlungslösung gefordert.

Dieser Antrag wurde am 18. Januar 2024 im Bundestag abgelehnt. Laut namentlicher Abstimmung stimmten nur 75 Abgeordnete dafür, 605 votierten dagegen, zwei enthielten sich.

Auch später hielt die AfD-Fraktion an diesem Kurs fest. Im Dezember 2025 forderte sie in einem weiteren Antrag, deutsche Hilfen an die Ukraine auf den Prüfstand zu stellen und Anreize für Friedensverhandlungen zu schaffen, unter anderem durch eine teilweise Aufhebung von Sanktionen bei ernsthaften Gesprächen.

Im Januar 2026 folgte ein weiterer Antrag mit dem Titel „Realistische Friedensziele formulieren – Deutsche Leistungen an die Ukraine prüfen und Korruption verfolgen“. Gefordert wurden unter anderem die Überprüfung deutscher Leistungen, die Verfolgung möglicher Korruption sowie die Einstellung aller kriegsverlängernden Unterstützungsleistungen mit Ausnahme humanitärer Hilfe.

Wer Frieden will, darf keinen Kanal vorschnell schließen

Natürlich ist Gerhard Schröder für viele Menschen eine hoch umstrittene Figur. Das ändert aber nichts an der nüchternen Tatsache, dass erfolgreiche Vermittlung oft gerade über Personen läuft, die Zugang zu den Machtzentren haben und nicht über jene, die in Talkshows den größten Beifall erhalten.

Selbst aus der SPD kamen nicht nur ablehnende Stimmen. Es gab auch Stimmen, die dafür plädierten, jeden ernsthaften Ansatz zu prüfen, der geeignet sein könnte, Gespräche in Gang zu bringen.

Genau das wäre der verantwortliche Maßstab. Nicht persönliche Abneigung, nicht parteipolitische Reflexe, nicht historische Eitelkeiten, sondern allein die Frage, ob ein zusätzlicher Gesprächskanal helfen kann, das Töten zu beenden.

Fazit

Alles Erdenkliche muss getan werden, um diesen Krieg zu beenden. Wenn Gerhard Schröder zu den wenigen Personen gehört, die Wladimir Putin überhaupt noch erreichen und möglicherweise zu Verhandlungen bewegen können, dann haben persönliche Befindlichkeiten gegenüber Schröder hinter dem humanitären Ziel des Friedens zurückzustehen.

Wer jeden Vermittlungsansatz ablehnt, weil der Überbringer politisch nicht genehm ist, verlängert im Zweifel genau das Leid, das man öffentlich zu beklagen vorgibt. Frieden verlangt Haltung, aber Frieden verlangt vor allem Realismus.

Quellen und Bundestagsdokumente

  • BT-Drs. 20/5551: „Deutschlands Verantwortung für Frieden in Europa gerecht werden – Eine Friedensinitiative mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Russland“; eingebracht von der AfD-Fraktion am 8. Februar 2023; am 18. Januar 2024 im Bundestag abgelehnt.
  • Bundestagsserver: https://dserver.bundestag.de/btd/20/055/2005551.pdf
  • Namentliche Abstimmung zur BT-Drs. 20/5551: 75 Ja, 605 Nein, 2 Enthaltungen.
  • Bundestag: https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung/?id=892
  • BT-Drs. 21/3307: Antrag der AfD-Fraktion vom 16. Dezember 2025 mit Forderungen nach Reduzierung kriegsverlängernder Hilfen und neuen Anreizen für Friedensverhandlungen; im Bundestag eingebracht und beraten.
  • Bundestagsserver: https://dserver.bundestag.de/btd/21/033/2103307.pdf
  • BT-Drs. 21/3839: „Realistische Friedensziele formulieren – Deutsche Leistungen an die Ukraine prüfen und Korruption verfolgen“; eingebracht im Januar 2026; zur weiteren Beratung an den Auswärtigen Ausschuss überwiesen.
  • Bundestagsserver: https://dserver.bundestag.de/btd/21/038/2103839.pdf
  • Aktuelle Berichte zu Schröder als möglichem Vermittler: Putin brachte Schröder am 8./9. Mai 2026 als Vermittler ins Gespräch; Bundesregierung und mehrere Parteien reagierten ablehnend, während einzelne Stimmen eine Prüfung des Vorschlags forderten.

Liederabend: Gemeinsam Volkslieder singen am 05.06.2026 um 17:00

Mit Klavierbegleitung durch einen Abend voller Volkslieder

Am 05. Juni 2026 ab 17:00 Uhr laden wir herzlich zu einem gemeinsamen Liederabend im Bürgerbüro Cottbus ein. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Singen bekannter deutscher Volks- und Frühlingslieder, musikalisch begleitet am Klavier.

Volkslieder gehören zu unserem kulturellen Gedächtnis. Sie erzählen von Heimat, Natur, Jahreszeiten, Freude, Wanderschaft und Gemeinschaft. Viele dieser Lieder begleiten Menschen seit Generationen und sind auch heute noch ein schöner Anlass, zusammenzukommen und miteinander zu singen.

Geplant ist ein abwechslungsreicher Abend mit bekannten Liedern wie „Der Mai ist gekommen“, „Alle Vögel sind schon da“, „Im Märzen der Bauer“, „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, „Kein schöner Land“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ und vielen weiteren vertrauten Melodien.

Die Veranstaltung findet bei uns im AfD Bürgerbüro Cottbus gemeinsam mit Lars Schieske in der Dresdener Straße 89, 03050 Cottbus, statt.

Termin: 05. Juni 2026
Beginn: 17:00 Uhr
Ort: Dresdener Straße 89, 03050 Cottbus
Kontakt bei Fragen: buero@lars-schieske.de

Wir freuen uns auf einen geselligen Abend mit Musik, Tradition und gemeinsamer Freude am Singen.

FC Energie Cottbus Prüfantrag abgelehnt: Chance für belastbare Fakten vertan

Lars Schieske AfD StvV Cottbus - Prüfantrag für FC Energie Cottbus abgelehnt

Prüfantrag abgelehnt: Chance für belastbare Fakten vertan

Am Mittwoch wollten wir in der StVV einen Prüfantrag auf den Weg bringen: eine regionalökonomische Wirkungsstudie für den FC Energie Cottbus.

Der Sinn dahinter ist klar: Wir brauchen belastbare Zahlen darüber, welchen Wert der FCE für Cottbus und die Region wirklich hat. Für Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Gastronomie, Hotellerie, Stadtmarketing, Infrastruktur und künftige Investitionsprogramme.

Andere Städte machen genau das bereits. Dresden hat für Dynamo Dresden untersuchen lassen, welchen wirtschaftlichen Effekt der Verein für Stadt und Region hat. Ergebnis: mindestens 86 Mio. Euro pro Jahr regionalökonomischer Mehrwert. Zusätzlich müsste die Stadt laut Studie rund 35 Mio. Euro investieren, um vergleichbare Werbeeffekte zu erzielen.

Genau so eine Grundlage wollten wir auch für Energie Cottbus schaffen.

Denn wer den FCE politisch ernst nehmen will, braucht mehr als Sympathie. Er braucht Zahlen, Argumente und eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Nur damit können wir bei Fördermitteln, Infrastrukturprojekten und Investitionen überzeugend auftreten.

Leider wurde der Prüfantrag abgelehnt.

❌ Keine Studie.
❌ Keine belastbaren Zahlen.
❌ Kein klares Fundament für künftige Entscheidungen.

Stattdessen bleibt es beim Bauchgefühl und politischen Blindflug.

Wer den FC Energie Cottbus wirklich stärken will, sollte wissen wollen, welchen Wert dieser Verein für unsere Stadt und Region hat. Genau darum ging es.

Infostand Döbern (Stadt) am 17.06.2026 um 11:30

Infostand 17.06.2026 Döbern (Stadt)

Am Infostand in 03159 Döbern haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Schieske, Ingo Bochmann, dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden der StVV Forst (Lausitz), sowie Bernd Schilensky, Mitglied der AfD-Fraktion in der StVV Forst (Lausitz), ins Gespräch zu kommen.

Informieren Sie sich über aktuelle Themen aus dem Bundestag und der kommunalen Politik im Landkreis. Gleichzeitig bietet der Infostand Raum für Fragen, persönliche Anliegen und den direkten Austausch über die Themen, die die Menschen vor Ort bewegen.

Kommen Sie gern vorbei und nutzen Sie die Gelegenheit zum offenen Gespräch.

Cottbuser Jugendabend am 27.03.2026 um 18:30

Cottbuser Jugendabend am 27. März 2026 in der Mühle Cottbus

Dieses Mal wollen wir gemeinsam über das Thema „patriotische Freiräume“ sprechen – wie wir sie schaffen und langfristig erhalten können. 🏰

Dazu haben wir Steven Hentschke vom @castell_aurora_nonkonform eingeladen.
Als Gründer und Betreiber dieses Projekts bringt er eigene Erfahrungen aus der Praxis mit und wird uns als Gastredner einen Impuls und Einblicke in seine Arbeit geben.

Im Anschluss wollen wir in lockerer Runde gemeinsam über das Thema diskutieren.
Bei Getränken und Kartenspielen lassen wir den Abend dann entspannt ausklingen. 🃏 🍹

Egal ob du einfach zuhören, Fragen stellen oder deine Meinung einbringen willst – hier ist Platz dafür.

📅 27. März 2026
⏰ 18:30 Uhr
📍 Bürgertreffpunkt Mühle

Bring gern deine Freunde mit. Wir freuen uns auf einen tollen Abend mit euch!

Nicht wählen heißt: Es bleibt alles wie es ist. Am Sonntag entscheidest DU.

Stichwahl Christine Beyer

Nichtwähler entscheiden diese Wahl

Stichwahl Landratswahl Spree-Neiße: Jetzt entscheidet sich die Zukunft der Region

Die Stichwahl zur Landratswahl im Landkreis Spree-Neiße am 22. März 2026 wird zur Richtungsentscheidung für die gesamte Lausitz.

Christine Beyer konnte im ersten Wahlgang ein starkes Ergebnis erzielen und zeigt damit deutlich, dass viele Bürger einen politischen Wechsel wollen.

Warum diese Wahl so entscheidend ist

In den vergangenen Jahren war die Region geprägt von:

  • Unsicherheit im Strukturwandel
  • zunehmender Bürokratie
  • fehlenden wirtschaftlichen Perspektiven
  • wachsender Unzufriedenheit vieler Bürger

Der Gegenkandidat steht für genau diese Entwicklung und war maßgeblich an den bisherigen politischen Entscheidungen beteiligt.

Christine Beyer: Erfahrung, Effizienz und neue Perspektiven

Christine Beyer bringt eine klare Alternative:

  • Erfahrung aus dem Mittelstand
  • Fokus auf effiziente Verwaltung
  • praxisnahe Entscheidungen statt Theorie
  • direkte Zusammenarbeit auch mit internationalen Partnern

Sie steht für einen echten Politikwechsel im Landkreis Spree-Neiße.

Stichwahl am 22. März: Jede Stimme zählt

Die Stichwahl wird maßgeblich durch Nichtwähler entschieden.
Wer nicht zur Wahl geht, überlässt anderen die Entscheidung.

Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen und aktiv die Zukunft der Region mitzugestalten.

👉 Am 22. März wählen gehen
👉 Christine Beyer zur Landrätin wählen

Milliarden von der Regierung zweckentfremdet

Milliarden von der Regierung zweckentfremdet

Sondervermögen ohne Wirkung – Wie die Bundesregierung Deutschlands Zukunft verspielt

Die Bundesregierung hat ein Sondervermögen für Klimaneutralität und Infrastruktur aufgelegt und damit große Erwartungen geweckt. Versprochen wurden gezielte Investitionen in Straßen, Schienen, Energieversorgung und die Modernisierung des Landes. Die politische Erzählung lautet, Deutschland werde damit zukunftsfest gemacht.

Die Realität zeichnet ein anderes Bild.

Nach Berechnungen des ifo Instituts wurden rund 95 Prozent der aufgenommenen Schulden nicht für zusätzliche Investitionen genutzt [1][2]. Von 24,3 Milliarden Euro, die im Jahr 2025 über das Sondervermögen aufgenommen wurden, wurden lediglich etwa 1,3 Milliarden Euro tatsächlich zusätzlich investiert [1].

Der überwiegende Teil der Mittel wurde verschoben, umgebucht oder verrechnet. Bestehende Ausgaben wurden aus dem Kernhaushalt in das kreditfinanzierte Sondervermögen verlagert, während gleichzeitig Investitionen im regulären Haushalt gekürzt wurden. Das Ergebnis ist eindeutig: neue Schulden, aber kaum zusätzliche Wirkung.

Haushaltspolitische Schieflage

Damit bestätigt sich eine grundlegende Schieflage der aktuellen Haushaltspolitik. Die Bundesregierung spricht von einem Investitionshaushalt, weist jedoch deutlich mehr Schulden als tatsächliche Investitionen aus. Wenn 183 Milliarden Euro Schulden nur 118 Milliarden Euro an Investitionen gegenüberstehen, fließt ein erheblicher Teil der Neuverschuldung direkt in den laufenden Staatskonsum [3].

Das ist kein nachhaltiger Investitionskurs, sondern eine finanzpolitische Täuschung.

Auch die offiziell ausgewiesene Investitionsquote von rund 18,7 Prozent hält einer genaueren Prüfung kaum stand [3]. Entscheidend ist nicht die Quote auf dem Papier, sondern die tatsächliche Wirkung. Und genau diese bleibt aus.

Warnungen von Experten

Sowohl das ifo Institut als auch die Deutsche Bundesbank haben vor dieser Entwicklung gewarnt [2][4]. Die Konstruktion des Sondervermögens ermöglicht es, Investitionen statistisch auszuweisen, ohne dass real mehr investiert wird.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem. Sondervermögen und Ausnahmeregelungen unterlaufen zunehmend die Schuldenbremse. Was ursprünglich als gezielte Ausnahme gedacht war, entwickelt sich faktisch zu einem parallelen Haushaltssystem. Transparenz geht verloren, Verantwortlichkeiten verschwimmen und zentrale Prinzipien solider Haushaltsführung werden aufgeweicht [4].

Explodierende Staatsausgaben

Die tatsächliche Entwicklung der Staatsfinanzen verschärft diese Problematik zusätzlich. Unter Einbeziehung der Sondervermögen steigen die Bundesausgaben deutlich stärker als offiziell dargestellt. Bereits im Jahr 2025 lagen die Gesamtausgaben rund 14,8 Prozent über dem Vorjahr, bis 2029 wird ein durchschnittlicher Anstieg von über 22 Prozent gegenüber 2024 erwartet [3].

Die Einnahmen hingegen stagnieren oder gehen leicht zurück. Die Konsequenz ist eindeutig: Die steigenden Ausgaben werden nahezu vollständig über neue Schulden finanziert.

Bis 2029 droht eine Neuverschuldung von rund 850 Milliarden Euro, was einem Anstieg der Gesamtverschuldung um etwa 50 Prozent entspricht [3]. Damit gerät auch die Rolle Deutschlands als Stabilitätsanker im Euroraum zunehmend unter Druck.

Steigende Zinslasten und Risiken

Die ersten Effekte sind bereits sichtbar. Der Renditevorsprung deutscher Staatsanleihen gegenüber hochverschuldeten Staaten schrumpft, während das allgemeine Zinsniveau steigt [4]. Was früher nahezu kostenfreie Verschuldung war, wird für den Staat zunehmend zur Belastung.

Die jährlichen Zinsausgaben liegen derzeit bei rund 30 Milliarden Euro und könnten sich in den kommenden Jahren auf etwa 60 Milliarden Euro verdoppeln [3]. Diese Belastung fällt nicht einmalig an, sondern wiederholt sich Jahr für Jahr. Damit werden die finanziellen Spielräume zukünftiger Generationen systematisch eingeschränkt.

Internationaler Vergleich und strukturelle Probleme

Ein Blick ins Ausland zeigt, dass es auch anders geht. Staaten wie Singapur finanzieren einen erheblichen Teil ihrer Ausgaben aus den Erträgen staatlicher Fonds und bauen Vermögen auf, während Deutschland zunehmend Schulden anhäuft.

Gleichzeitig wird ein grundlegendes Problem überdeckt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands sind nicht nur konjunkturell, sondern strukturell bedingt. Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie, steigende Steuerlasten und Investitionshemmnisse schwächen die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig. Diese Probleme lassen sich nicht durch immer neue Schuldenprogramme lösen.

Die Finanzierung vergangener Versäumnisse über neue Schulden verschiebt notwendige Reformen in die Zukunft und belastet kommende Generationen zusätzlich. Damit wird auch das Prinzip der Generationengerechtigkeit verletzt.

Mangelnde Transparenz und Vertrauensverlust

Besonders kritisch ist die mangelnde Transparenz. Die komplexe Struktur der Sondervermögen erschwert es selbst Fachleuten, die tatsächliche Mittelverwendung nachzuvollziehen. Für Bürger wird zunehmend unklar, was mit ihren Steuergeldern geschieht.

Während die Regierung von Zukunftsinvestitionen spricht, bleibt die Realität für viele Menschen unverändert. Marode Infrastruktur, langsame Verfahren und steigende Kosten prägen weiterhin den Alltag. Gleichzeitig wächst die Staatsverschuldung ohne sichtbaren Gegenwert.

Das ifo Institut warnt vor den langfristigen Folgen dieser Entwicklung. Fehlende Investitionen heute bedeuten geringeres Wachstum und sinkenden Wohlstand in der Zukunft [2].

Fazit

Dieses Sondervermögen ist kein wirksames Investitionsprogramm. Es ist ein Instrument zur Verschiebung von Haushaltsmitteln und zur Verschleierung tatsächlicher Ausgabenstrukturen.

Die Bundesregierung verspielt damit nicht nur finanzpolitische Glaubwürdigkeit, sondern auch das Vertrauen der Bürger. Wer Milliarden zweckentfremdet, gefährdet nicht nur Zahlenwerke, sondern die Stabilität des gesamten Systems.

Deutschland braucht echte Investitionen, Transparenz und strukturelle Reformen. Neue Schulden allein lösen keine Probleme, wenn sie nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden.


Quellenverzeichnis

[1] ifo Institut, Analyse zur Zweckverwendung der Neuverschuldung 2025, Oktober 2025
[2] Tagesschau.de, Bericht vom 15. Oktober 2025, ifo und Bundesbank kritisieren Zweckentfremdung der Neuverschuldung
[3] Statistisches Bundesamt, Haushaltskennzahlen 2025 bis 2026
[4] Deutsche Bundesbank, Monatsbericht November 2025, Sondervermögen und Schuldenpolitik der Bundesregierung
[5] Focus Online, Regierung zweckentfremdet 95 Prozent des Sondervermögens
[6] Haushaltsfibel der Fraktion
[7] YouTube-Video, Analyse zur Haushalts- und Schuldenpolitik

Infostand Guben am 28.04.2026 um 10:00

Infostand-Bürgerdialog am 28.04.2026 LS-OF Guben

Am Infostand in Guben haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Schieske sowie dem Kreistagsabgeordneten Olaf Franz ins Gespräch zu kommen.

Informieren Sie sich über aktuelle Themen aus dem Bundestag und der kommunalen Politik im Landkreis. Gleichzeitig bietet der Infostand Raum für Fragen, persönliche Anliegen und den direkten Austausch über die Themen, die die Menschen vor Ort bewegen.

Kommen Sie gern vorbei und nutzen Sie die Gelegenheit zum offenen Gespräch.

Infostand Welzow am 12.05.2026 um 10:00

Infostand in Welzow

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Arbeit des Bundestagsabgeordneten Lars Schieske sowie dem StVV-Vorsitzenden von Drebkau und AfD-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Serb, zu informieren. Am Infostand stehen wir Bürgerinnen und Bürgern für Gespräche, Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Kommen Sie gern vorbei, informieren Sie sich über aktuelle Themen aus dem Bundestag und bringen Sie auch Ihre persönlichen Anliegen und Themen mit ins Gespräch. Der direkte Austausch mit den Bürgern ist ein wichtiger Bestandteil unserer politischen Arbeit.

Fällt leider aus – Politischer Männerabend in Kolkwitz am am 13.05.2026 um 18:00

Achtung: Diese Veransstaltung fällt leider aus.

Beim politischen Männerabend in Kolkwitz haben interessierte Bürger die Gelegenheit, mit politischen Vertretern aus Landes- und Bundespolitik direkt ins Gespräch zu kommen. Zu Gast sind der Bundestagsabgeordnete Lars Schieske sowie die Landtagsabgeordneten John-Pascal Hohm, Steffen Kubitzki und Daniel Münschke.

Zu Beginn geben die Abgeordneten einen kurzen Einblick in ihre aktuelle Arbeit im Landtag und im Bundestag sowie in die derzeitigen politischen Herausforderungen auf Landes- und Bundesebene. Im Anschluss ist eine offene Bürgersprechstunde vorgesehen. Dabei können Bürger ihre Fragen stellen, Anliegen vorbringen und gemeinsam mit den Politikern über aktuelle Brennpunkte und Entwicklungen in unserem Land diskutieren.

Der Abend soll Raum für einen direkten, ehrlichen Austausch bieten und Gelegenheit geben, politische Themen aus erster Hand zu besprechen.

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