Modernen Fünfkampf in Potsdam sichern

Deutschlands Spitzensport braucht endlich Verlässlichkeit

Der Moderne Fünfkampf steht beispielhaft für das, was olympischer Spitzensport eigentlich ausmacht: Vielseitigkeit, Disziplin, mentale Stärke und jahrelange harte Arbeit. Kaum eine andere olympische Sportart vereint so unterschiedliche Fähigkeiten in einem einzigen Wettbewerb. Genau deshalb besitzt der Moderne Fünfkampf innerhalb des internationalen Sports bis heute einen besonderen Stellenwert.

Umso alarmierender ist die Entwicklung der vergangenen Jahre in Deutschland.

Denn obwohl deutsche Athleten weiterhin international konkurrenzfähig sind und regelmäßig Spitzenleistungen zeigen, wurde die Sportart durch internes Verbandschaos, politische Unsicherheit und ausbleibende Förderentscheidungen massiv destabilisiert.

Besonders betroffen davon ist der Olympiastützpunkt Brandenburg im Bereich Potsdam – einer der wichtigsten Standorte des Modernen Fünfkampfs in Deutschland.

Dabei ist gerade Potsdam sportfachlich von zentraler Bedeutung.

Der Standort verfügt über eine Infrastruktur, die über Jahrzehnte aufgebaut wurde und exakt auf die Anforderungen des Modernen Fünfkampfs zugeschnitten ist. Moderne Fechtanlagen, Schwimmstätten, Laser-Run-Bereiche, Athletik- und Krafttrainingsräume sowie eine der modernsten Obstacle-Anlagen Deutschlands schaffen optimale Voraussetzungen für den Hochleistungssport.

Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit mit der Eliteschule des Sports „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam. Genau diese Verbindung aus Schule, Training, sportmedizinischer Betreuung und sportwissenschaftlicher Unterstützung ist im modernen Spitzensport entscheidend. Nachwuchsleistungssport funktioniert nur dann dauerhaft erfolgreich, wenn junge Athleten frühzeitig professionelle Rahmenbedingungen erhalten.

Und genau diese Strukturen stehen inzwischen unter Druck.

Die internen Konflikte innerhalb des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf haben nicht nur den Verband selbst beschädigt, sondern die gesamte Förderstruktur der Sportart gefährdet. Fördermittel des Bundes wurden gestoppt, Kadermaßnahmen eingestellt und selbst internationale Wettkämpfe konnten teilweise nur noch privat finanziert werden.

Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf die Athleten selbst.

Förderstellen bei Bundeswehr und Polizei konnten nicht verlängert werden, Nachwuchssportler verloren Perspektiven und Talente konnten teilweise nicht mehr an Sportschulen eingeschult werden. Wer jahrelang auf olympischem Niveau trainiert, braucht jedoch langfristige Sicherheit – keine politischen Machtkämpfe und organisatorische Unsicherheit.

Denn Spitzensportkarrieren entstehen nicht innerhalb weniger Monate.

Olympische Leistungsentwicklung benötigt oft zehn Jahre und mehr. Wenn in dieser entscheidenden Phase Förderstrukturen wegbrechen, verliert Deutschland nicht nur einzelne Athleten, sondern ganze Generationen von Talenten.

Das Problem reicht deshalb weit über einen einzelnen Verband hinaus.

Es geht um die grundsätzliche Frage, wie ernst Deutschland seinen Spitzensport überhaupt noch nimmt.

Gerade in einer Zeit, in der internationale Konkurrenzsysteme massiv investieren, darf Deutschland funktionierende Leistungszentren nicht durch Unsicherheit schwächen. Andere Nationen bauen ihre olympischen Förderstrukturen gezielt aus, während hierzulande erfolgreiche Standorte um ihre Zukunft kämpfen müssen.

Hinzu kommt: Der Moderne Fünfkampf befindet sich selbst in einer historischen Umbruchphase.

Nach den Olympischen Spielen in Tokio wurde die Sportart international reformiert. Das Reiten wurde durch einen modernen Hindernisparcours ersetzt, um die olympische Zukunft des Modernen Fünfkampfs langfristig zu sichern. Genau für diese neue Disziplin wurden in Potsdam bereits erhebliche infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen.

Umso unverständlicher wirken daher Überlegungen, den Standort zu schwächen oder Strukturen nach Bonn zu verlagern.

Denn Potsdam besitzt bereits heute:

funktionierende Infrastruktur,
erfahrene Trainer,
etablierte Nachwuchsarbeit,
sportwissenschaftliche Betreuung,
sowie internationale Wettkampferfahrung.

Ein künstlicher Neuaufbau an anderer Stelle würde enorme Kosten verursachen und gleichzeitig gewachsene Strukturen zerstören.

Deshalb ist klar:
Die Sportler dürfen nicht Opfer von Verbandskonflikten und politischen Fehlentscheidungen werden.

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert daher:

  • die zeitnahe Wiederaufnahme der Bundesförderung,
  • die langfristige Sicherung der Förderung bis mindestens 2028,
  • sowie die Verlängerung des Bundesstützpunktstatus für Potsdam bis Ende 2028.

Denn erfolgreiche Sportförderung braucht vor allem eines:
Verlässlichkeit.

Wer olympische Leistungen erwartet, muss auch bereit sein, langfristig in Strukturen, Nachwuchs und Athleten zu investieren.

Potsdam hat bewiesen, dass dort Spitzenleistung möglich ist.
Jetzt braucht der Standort endlich politische Sicherheit statt permanenter Unsicherheit.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/21/054/2105495.pdf

Keine deutsche Fahne bei den Paralympics – wenn Sportverbände Politik machen

Kurz vor Beginn der Paralympischen Spiele sorgt eine Entscheidung des Deutschen Behindertensportverbandes für massive Kritik. Das deutsche Team wird bei der Eröffnungsfeier nicht am Einmarsch der Nationen teilnehmen und keine deutsche Fahne tragen. Hintergrund ist die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, auch Athleten aus Russland und Belarus wieder unter ihrer Nationalflagge starten zu lassen.

Wie unter anderem die Wochenzeitung Junge Freiheit berichtet, will der Verband damit ein politisches Zeichen setzen und Solidarität mit der Ukraine ausdrücken. Deshalb verzichtet das deutsche Paralympics-Team auf die traditionelle Athletenparade der Nationen bei der Eröffnungsfeier. [1]

Sportler werden für Symbolpolitik benutzt

Diese Entscheidung wirft eine grundsätzliche Frage auf. Wessen Interessen vertreten Sportverbände eigentlich?

Unsere Athleten trainieren jahrelang, teilweise ihr ganzes Leben, um an Olympischen oder Paralympischen Spielen teilnehmen zu können. Für viele ist es der Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere, ihr Land zu repräsentieren, mit Flagge und Nationalfarben.

Nun wird ihnen genau das genommen. Nicht aus sportlichen Gründen, sondern wegen politischer Symbolpolitik.

Der Verband erklärt, man wolle Solidarität mit einem anderen Land zeigen. Doch die Aufgabe eines deutschen Sportverbandes sollte es sein, hinter den eigenen Sportlern zu stehen. Es kann nicht die Aufgabe sein, internationale politische Konflikte auf dem Rücken der Athleten auszutragen.

Politisierung im Behindertensport

Besonders irritierend ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund anderer Entscheidungen des Verbandes. Der Behindertensportverband hat in der Vergangenheit sogar politische Ausschlüsse gegenüber der AfD vorgenommen. Das zeigt deutlich, wie stark Teile des organisierten Sports inzwischen politisiert sind.

Dabei müsste gerade der Behindertensport eigentlich eines sein. Verbindend, überparteilich und im Dienst der Athleten.

Unterstützung für den Behindertensport wurde abgelehnt

Umso unverständlicher ist diese Haltung, wenn man sich die Realität in der Politik anschaut. In den Haushaltsverhandlungen haben wir mehrfach Anträge eingebracht, um den Behindertensport finanziell deutlich stärker zu unterstützen.

Diese Vorschläge hätten den Sportlern konkret geholfen. Bessere Trainingsbedingungen, mehr Förderung und bessere Strukturen wären möglich gewesen.

Doch genau diese Anträge wurden abgelehnt.

Stattdessen erleben wir nun moralische Symbolpolitik. Während reale Unterstützung für den Behindertensport offenbar keine Priorität hat.

Ein grundlegendes Problem

Der aktuelle Vorgang zeigt ein grundsätzliches Problem. Sportverbände entfernen sich immer stärker von ihrem eigentlichen Auftrag.

Ihr Auftrag sollte sein, die Athleten zu unterstützen.
Ihr Auftrag sollte sein, ihre Interessen zu vertreten.
Ihr Auftrag sollte sein, den Sport zu fördern.
Ihr Auftrag sollte sein, Politik aus dem Sport herauszuhalten.

Wenn stattdessen politische Botschaften wichtiger werden als die eigenen Sportler, läuft etwas grundlegend falsch.

Gerade Athleten, die trotz körperlicher Einschränkungen Höchstleistungen bringen und jahrelang auf diesen Moment hinarbeiten, verdienen Respekt. Sie verdienen auch die Möglichkeit, ihr Land mit Stolz zu vertreten.

Mein Fazit

Die Entscheidung, bei den Paralympics ohne deutsche Fahne aufzutreten, ist ein falsches Signal. Sie trifft nicht diejenigen, gegen die sie gerichtet sein soll. Sie trifft vor allem unsere eigenen Sportler.

Sportverbände sollten sich wieder auf ihre Kernaufgabe besinnen. Den Sport und die Athleten in den Mittelpunkt zu stellen und politische Symbolpolitik zu vermeiden.

Quelle

[1] https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2026/boykott-keine-deutsche-fahne-bei-den-paralympics/

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