Gesundheitsversorgung sichern statt Versicherte weiter belasten

Die aktuellen Pläne der Bundesregierung gefährden die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Deshalb lehnt die AfD-Bundestagsfraktion den Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform entschieden ab.

Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme Europas. Die Bürger zahlen hohe Beiträge, während Leistungen immer weiter unter Druck geraten. Weitere Belastungen für Patienten und Beitragszahler, wie sie die Bundesregierung plant, sind unverantwortlich. Wer das Gesundheitssystem stabilisieren will, muss endlich an die Strukturen heran — nicht an die Geldbeutel der Versicherten.

In den vergangenen Wochen haben uns zahlreiche E-Mails und Zuschriften aus der Praxis erreicht: von Arztpraxen verschiedenster Fachrichtungen, von Zahnärzten und von Physiotherapien. Sie alle schildern die wachsenden Belastungen, den zunehmenden bürokratischen Druck und die Sorge um die Versorgung der Patienten. Diese Hinweise nehmen wir sehr ernst. Deshalb werden wir selbstverständlich aktiv und setzen uns politisch dafür ein, dass die Leistungserbringer vor Ort entlastet werden und die Gesundheitsversorgung nicht weiter geschwächt wird.

Bis 2030 müssen rund 40 Milliarden Euro eingespart werden, um die gesetzliche Krankenversicherung dauerhaft zu stabilisieren. Der Regierungsplan sieht jedoch lediglich Einsparungen von 16,3 Milliarden Euro vor. Das reicht bei weitem nicht aus. Die Folge wären absehbar weitere Leistungskürzungen und steigende Beiträge.

Es ist höchste Zeit für eine echte Reform. Die AfD-Bundestagsfraktion fordert deshalb: Schluss mit Stückwerk — her mit soliden und wirksamen Veränderungen! Unser Antrag zeigt, wie Einsparungen von knapp 40 Milliarden Euro möglich sind, ohne Versicherte, Patienten, Ärzte, Pflege, Apotheken oder Krankenhäuser zusätzlich zu belasten. Stattdessen setzen wir auf den Abbau unnötiger Ausgaben, weniger Bürokratie und mehr Effizienz.

Unsere wichtigsten Vorschläge im Überblick

1. Krankenkassen bei Bürgergeldempfängern entlasten

Die Krankenkassenkosten für Bürgergeldempfänger müssen vollständig vom Bund übernommen werden. Ausländer sollen ihre Kosten selbst tragen, wie es auch in anderen Ländern üblich ist. Dadurch könnten die Krankenkassen um mehr als 12 Milliarden Euro entlastet werden — bei einer Belastung des Steuerzahlers von lediglich 2,6 Milliarden Euro.

2. Zahl der Krankenkassen deutlich reduzieren

Deutschland hat noch immer knapp 100 gesetzliche Krankenkassen. Diese Struktur verursacht hohe Verwaltungskosten und macht Abrechnungssysteme für Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser unnötig kompliziert. Eine deutliche Reduzierung der Krankenkassen würde Verwaltung sparen und Abläufe vereinfachen. Zusätzlich soll ein Werbeverbot für Krankenkassen weitere 230 Millionen Euro einsparen.

3. Bürokratie abbauen und Effizienz steigern

Eine Studie der Prognos AG zeigt, dass durch Effizienzsteigerungen Einsparungen von bis zu 20,8 Milliarden Euro möglich sind. Hinzu kommt weiteres Potenzial von rund einer Milliarde Euro durch Bürokratieabbau. Statt immer neue Belastungen zu schaffen, muss die Politik endlich die vorhandenen Strukturen reformieren.

4. Arzneimittelkosten bei Orphan-Drugs begrenzen

Bei Medikamenten für seltene Erkrankungen, sogenannten Orphan-Drugs, müssen Pharmafirmen künftig den tatsächlichen Nutzen nachweisen. Erst dann sollen die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Das mögliche Einsparpotenzial liegt bei rund 4 Milliarden Euro.

5. Sozialversicherungsabkommen überprüfen

Auch Sozialversicherungsabkommen müssen kritisch überprüft werden. Familienmitglieder von Ausländern sind in ihren Heimatländern teilweise besser abgesichert als deutsche Familienangehörige. Diese soziale Ungerechtigkeit muss beendet werden.

AfD-Initiativen zur GKV-Reform und zum Gesundheitssystem

Die AfD-Bundestagsfraktion hat sich auf Bundesebene mit mehreren Anträgen und Anfragen für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung und für eine bessere Gesundheitspolitik eingesetzt. Zentral ist dabei unser Antrag „Gesundheitssystem stärken statt Versicherte belasten — Echte Reformen für eine stabile gesetzliche Krankenversicherung“, Drucksache 21/5759, der am 5. Mai 2026 eingebracht und am 7. Mai 2026 im Bundestag debattiert wurde.

Darüber hinaus gehören weitere Initiativen zum gesundheitspolitischen Reformkomplex. Dazu zählt der Antrag 21/1566 zur Verbesserung der Überlebenschancen von Dialysepatienten durch die Zulassung der Cross-over-Lebendspende als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch der Antrag 21/775 zu Risiken durch Fluorchinolon-Antibiotika und zur Stärkung der Hilfe für Betroffene, der Antrag 21/1743 zur regelmäßigen Bereitstellung von Zahlen über Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden sowie die Kleine Anfrage 21/4489 zu Gesundheitskosten von Ausländern und nicht versicherungspflichtigen Menschen zeigen: Die AfD-Bundestagsfraktion bleibt bei den zentralen Fragen unseres Gesundheitssystems dran.

Am Freitag, den 12. Juni 2026, habe ich außerdem ab 9 Uhr die erste Lesung zur gesetzlichen Krankenversicherung im Deutschen Bundestag verfolgt. Wer sich selbst ein Bild von der Debatte machen möchte, kann sich die Beiträge der Redner der verschiedenen Fraktionen ansehen. Dabei wird auch der Standpunkt der AfD-Bundestagsfraktion klar deutlich.

Die vollständige Debatte finden Sie hier:

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw24-de-gkv-1181958

Echte Reformen statt neuer Belastungen

Der Antrag der AfD-Bundestagsfraktion zeigt Einsparpotenziale von knapp 40 Milliarden Euro auf — ohne eine einzige Mehrbelastung für Versicherte oder Leistungserbringer. Das ist verantwortungsvolle Gesundheitspolitik: nicht mehr Beiträge, nicht weniger Leistungen, sondern klare Prioritäten, weniger Bürokratie und ein Ende unnötiger Ausgaben.

Wir kämpfen für ein stabiles, gerechtes und bezahlbares Gesundheitssystem in Deutschland — und für diejenigen, die jeden Tag in Praxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern die Versorgung der Bürger sichern.

Lesen Sie hier den vollständigen Antrag der AfD-Bundestagsfraktion:

„Gesundheitssystem stärken statt Versicherte belasten — Echte Reformen für eine stabile gesetzliche Krankenversicherung“, Drucksache 21/5759

https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105759.pdf

Modernen Fünfkampf in Potsdam sichern

Deutschlands Spitzensport braucht endlich Verlässlichkeit

Der Moderne Fünfkampf steht beispielhaft für das, was olympischer Spitzensport eigentlich ausmacht: Vielseitigkeit, Disziplin, mentale Stärke und jahrelange harte Arbeit. Kaum eine andere olympische Sportart vereint so unterschiedliche Fähigkeiten in einem einzigen Wettbewerb. Genau deshalb besitzt der Moderne Fünfkampf innerhalb des internationalen Sports bis heute einen besonderen Stellenwert.

Umso alarmierender ist die Entwicklung der vergangenen Jahre in Deutschland.

Denn obwohl deutsche Athleten weiterhin international konkurrenzfähig sind und regelmäßig Spitzenleistungen zeigen, wurde die Sportart durch internes Verbandschaos, politische Unsicherheit und ausbleibende Förderentscheidungen massiv destabilisiert.

Besonders betroffen davon ist der Olympiastützpunkt Brandenburg im Bereich Potsdam – einer der wichtigsten Standorte des Modernen Fünfkampfs in Deutschland.

Dabei ist gerade Potsdam sportfachlich von zentraler Bedeutung.

Der Standort verfügt über eine Infrastruktur, die über Jahrzehnte aufgebaut wurde und exakt auf die Anforderungen des Modernen Fünfkampfs zugeschnitten ist. Moderne Fechtanlagen, Schwimmstätten, Laser-Run-Bereiche, Athletik- und Krafttrainingsräume sowie eine der modernsten Obstacle-Anlagen Deutschlands schaffen optimale Voraussetzungen für den Hochleistungssport.

Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit mit der Eliteschule des Sports „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam. Genau diese Verbindung aus Schule, Training, sportmedizinischer Betreuung und sportwissenschaftlicher Unterstützung ist im modernen Spitzensport entscheidend. Nachwuchsleistungssport funktioniert nur dann dauerhaft erfolgreich, wenn junge Athleten frühzeitig professionelle Rahmenbedingungen erhalten.

Und genau diese Strukturen stehen inzwischen unter Druck.

Die internen Konflikte innerhalb des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf haben nicht nur den Verband selbst beschädigt, sondern die gesamte Förderstruktur der Sportart gefährdet. Fördermittel des Bundes wurden gestoppt, Kadermaßnahmen eingestellt und selbst internationale Wettkämpfe konnten teilweise nur noch privat finanziert werden.

Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf die Athleten selbst.

Förderstellen bei Bundeswehr und Polizei konnten nicht verlängert werden, Nachwuchssportler verloren Perspektiven und Talente konnten teilweise nicht mehr an Sportschulen eingeschult werden. Wer jahrelang auf olympischem Niveau trainiert, braucht jedoch langfristige Sicherheit – keine politischen Machtkämpfe und organisatorische Unsicherheit.

Denn Spitzensportkarrieren entstehen nicht innerhalb weniger Monate.

Olympische Leistungsentwicklung benötigt oft zehn Jahre und mehr. Wenn in dieser entscheidenden Phase Förderstrukturen wegbrechen, verliert Deutschland nicht nur einzelne Athleten, sondern ganze Generationen von Talenten.

Das Problem reicht deshalb weit über einen einzelnen Verband hinaus.

Es geht um die grundsätzliche Frage, wie ernst Deutschland seinen Spitzensport überhaupt noch nimmt.

Gerade in einer Zeit, in der internationale Konkurrenzsysteme massiv investieren, darf Deutschland funktionierende Leistungszentren nicht durch Unsicherheit schwächen. Andere Nationen bauen ihre olympischen Förderstrukturen gezielt aus, während hierzulande erfolgreiche Standorte um ihre Zukunft kämpfen müssen.

Hinzu kommt: Der Moderne Fünfkampf befindet sich selbst in einer historischen Umbruchphase.

Nach den Olympischen Spielen in Tokio wurde die Sportart international reformiert. Das Reiten wurde durch einen modernen Hindernisparcours ersetzt, um die olympische Zukunft des Modernen Fünfkampfs langfristig zu sichern. Genau für diese neue Disziplin wurden in Potsdam bereits erhebliche infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen.

Umso unverständlicher wirken daher Überlegungen, den Standort zu schwächen oder Strukturen nach Bonn zu verlagern.

Denn Potsdam besitzt bereits heute:

funktionierende Infrastruktur,
erfahrene Trainer,
etablierte Nachwuchsarbeit,
sportwissenschaftliche Betreuung,
sowie internationale Wettkampferfahrung.

Ein künstlicher Neuaufbau an anderer Stelle würde enorme Kosten verursachen und gleichzeitig gewachsene Strukturen zerstören.

Deshalb ist klar:
Die Sportler dürfen nicht Opfer von Verbandskonflikten und politischen Fehlentscheidungen werden.

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert daher:

  • die zeitnahe Wiederaufnahme der Bundesförderung,
  • die langfristige Sicherung der Förderung bis mindestens 2028,
  • sowie die Verlängerung des Bundesstützpunktstatus für Potsdam bis Ende 2028.

Denn erfolgreiche Sportförderung braucht vor allem eines:
Verlässlichkeit.

Wer olympische Leistungen erwartet, muss auch bereit sein, langfristig in Strukturen, Nachwuchs und Athleten zu investieren.

Potsdam hat bewiesen, dass dort Spitzenleistung möglich ist.
Jetzt braucht der Standort endlich politische Sicherheit statt permanenter Unsicherheit.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/21/054/2105495.pdf

Zeit für aktives Wolfsmanagement – Schutz für Landwirte und ländliche Räume

Wolfsproblematik ernst nehmen

Als AfD-Bundestagsfraktion nehmen wir das Wolfsproblem in Deutschland ernst und fordern konkrete Maßnahmen gegen die unkontrollierte Ausbreitung der Raubtiere. Die stark gestiegene Zahl freilebender Wölfe stellt eine existenzielle Bedrohung für die Weidetierhaltung dar: Massiv zunehmende Risse an Nutztieren bringen Landwirte an den Rand des Ruins und gefährden traditionelle, ökologisch wertvolle Formen der Landwirtschaft. Wir können nicht länger tatenlos zusehen, wie ideologischer Naturschutz auf Kosten der Menschen im ländlichen Raum geht.

EU-Richtlinie eröffnet Handlungsspielraum

In unserem neuesten Antrag vom 16. Dezember 2025 machen wir klar: Die EU-Richtlinie 2025/1237 ebnet den Weg für ein aktives Wolfsmanagement. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Bundesnaturschutzgesetz umgehend anzupassen – mit einer Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs und seiner Aufnahme ins Jagdrecht. Nur so können gezielte Regulierungen erfolgen, um den Bestand in einem vertretbaren Rahmen zu halten und Schäden zu minimieren. (1)

Brandenburg besonders betroffen

Besonders in Brandenburg, wo die Wolfspopulation stark zunimmt, setzt sich auch unsere AfD-Landtagsfraktion energisch ein. In einer kürzlichen Beschlussvorlage fordern wir den Einstieg in das Jagdrecht und klare Regelungen zum Schutz der Weidetiere, denn die tatsächliche Anzahl der Wölfe wird unterschätzt. (2)

Blick ins europäische Ausland

Andere EU-Länder wie Schweden oder Frankreich zeigen, dass eine regulierte Bejagung des Wolfs machbar und praktikabel ist. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung handelt.

Nur mit einem aktiven Wolfsmanagement können die bestehenden Probleme gelöst und die Akzeptanz für den Wolf wiederhergestellt werden.


Quellenverzeichnis

(1)
Das Wolfsproblem ernst nehmen – Aktives Management jetzt umsetzen

(2)
Den Wolf ins Jagdrecht – Weidetiere schützen!

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