Was sich derzeit in Brandenburg abspielt, ist kein gewöhnlicher politischer Vorgang mehr, sondern ein abschreckendes Beispiel dafür, wie weit sich die Landespolitik vom Willen der Wähler entfernt hat. Nach monatelangen Auseinandersetzungen ist die Koalition aus SPD und BSW gescheitert. Doch statt die offensichtlichen Konsequenzen zu ziehen und den Bürgern erneut das Wort zu erteilen, versucht Ministerpräsident Dietmar Woidke, mit einem Wechsel zur CDU einfach weiterzumachen, als sei nichts geschehen.
Diese Landesregierung ist politisch am Ende. Der Bruch mit dem BSW kam nicht überraschend, sondern war das Ergebnis eines langen und öffentlich sichtbaren Zerfalls. Parteiaustritte, gegenseitige Schuldzuweisungen und offene Machtkämpfe haben die Regierungsarbeit über Monate blockiert und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Regierung nachhaltig beschädigt. Wenn selbst der Ministerpräsident einräumt, dass die Koalition dauerhaft von inneren Konflikten geprägt war, dann ist eines klar: Diese Regierung hat ihre politische Grundlage verloren.
Besonders schwer wiegt, dass die Mehrheitsverhältnisse im Landtag nun nicht mehr dem entsprechen, was die Wähler bei der letzten Wahl entschieden haben. Abgeordnete, die über das BSW in den Landtag eingezogen sind, wechseln die Seiten und ermöglichen so eine völlig neue Regierungsmehrheit – ohne eine neue Wahl. Das mag rechtlich zulässig sein, ist politisch jedoch höchst bedenklich. Demokratie bedeutet mehr als das geschickte Ausnutzen parlamentarischer Rechenmodelle. Sie lebt vom Respekt vor dem Wählerauftrag.
Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch Berichte, wonach einzelnen Abgeordneten Ministerämter in Aussicht gestellt worden sein sollen, um diesen Kurswechsel abzusichern. Sollte sich bestätigen, dass Ministerpräsident Woidke einem ehemaligen BSW-Politiker ein Ministeramt zugesagt hat, um den Koalitionsbruch abzufedern, wäre das ein schwerer politischer Skandal. Dann ginge es nicht um Stabilität, sondern um Machterhalt um jeden Preis – zulasten der Glaubwürdigkeit des gesamten politischen Systems.
Für die Bürger Brandenburgs bedeutet dieses politische Schauspiel vor allem eines: Stillstand, Vertrauensverlust und das Gefühl, dass ihre Stimme keine Bedeutung mehr hat. Eine Regierung, die sich ihre Mehrheiten nachträglich zusammenstellt, statt sich erneut dem Urteil der Wähler zu stellen, handelt nicht im Sinne der Demokratie, sondern gegen ihren Geist.
Die Konsequenz kann daher nur eine sein: Brandenburg braucht Neuwahlen. Nur durch eine erneute Wahl kann der tatsächliche Wählerwille festgestellt und eine Regierung gebildet werden, die wieder über eine echte demokratische Legitimation verfügt. Alles andere sind taktische Manöver auf dem Rücken der Bürger.
Politik darf kein Geflecht aus Hinterzimmerabsprachen und Postenversprechen sein. Sie muss sich am Vertrauen der Menschen messen lassen. Dieses Vertrauen kann jetzt nur durch Neuwahlen zurückgewonnen werden.
Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler
Alljährlich im Herbst veröffentlicht der Bund der Steuerzahler Deutschland e. V. sein sogenanntes Schwarzbuch, in dem er auf besonders prägnante Fälle von Steuergeldverschwendung aufmerksam macht.
Der im Jahr 1949 gegründete Verein versteht sich selbst als Interessenvertretung aller Steuerzahler. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf Staatsverschuldung im Allgemeinen sowie auf Verschwendung und Zweckentfremdung öffentlicher Mittel im Besonderen.
Schwerpunkt des aktuellen Schwarzbuchs
Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf den Folgen fehlender oder mangelhafter Kalkulation von Folgekosten öffentlicher Projekte. Kritisiert wird, dass bei vielen staatlichen Investitionen lediglich die reinen Bau- und Entwicklungskosten berücksichtigt werden.
Folgekosten wie Personalkosten, Betriebs- und Verwaltungskosten sowie Zinsen finden hingegen häufig keinen Eingang in die Kalkulation. Gleiches gilt für völlig überdimensionierte Erwartungen hinsichtlich möglicher Einnahmen.
Prestigeprojekte und symbolpolitische Maßnahmen werden auf allen politischen Ebenen gerne umgesetzt, um sich selbst im wahrsten Sinne des Wortes ein Denkmal zu bauen. Dies geht jedoch oft mit unrealistischen Prognosen und fehlender Bedarfsplanung einher.
Die Verantwortlichen sind dann meist nicht mehr im Amt, wenn die Folgekosten sichtbar werden. Die nächste Steuerzahler-Generation darf die Rechnung bezahlen.
Zentrale Forderungen
Der Bund der Steuerzahler kritisiert nicht nur, sondern stellt konkrete Forderungen an die Politik:
- Jede Investitionsentscheidung muss auf einer umfassenden Folgekostenanalyse beruhen.
- Eine frühzeitige Projektplanung kann Folgekosten erheblich reduzieren.
- Verfahrensbeschleunigung und Bürokratieabbau sind zwingend erforderlich.
- Die Selbstverwaltung der Kommunen als unmittelbar Betroffene vieler Projekte muss gestärkt werden.
- Sinnvoller als staatliche Vollfinanzierung ist es, private Investitionen zu erleichtern, statt sämtliche Kosten der Allgemeinheit aufzubürden.
Teuerstes Beispiel fehlender Folgekosten-Planung
Das Schwarzbuch listet zahlreiche Beispiele auf, bei denen entweder völlig am Bedarf vorbei kalkuliert wurde oder erhebliche Folgekosten gar nicht berücksichtigt wurden.
Das bundesweit wohl relevanteste Beispiel ist das Deutsche Hafenmuseum in Hamburg. Ursprünglich waren Gesamtkosten von 185 Millionen Euro geplant, mittlerweile wird mit fast 500 Millionen Euro gerechnet.
Obwohl das Museum noch nicht existiert, verursacht es bereits heute jährliche Personalkosten von fast einer Million Euro. Eine Eröffnung vor dem Jahr 2029 gilt als ausgeschlossen.
Die unmittelbare Folge: Bei anderen Kulturprojekten und Museen in der Hansestadt muss gespart werden. Hinzu kommen völlig unrealistische Besucher- und Einnahmeprognosen.
Fehlplanungen auf Kosten der Steuerzahler
Jedem Interessierten ist ein Blick in das Schwarzbuch wärmstens empfohlen. Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen, können hier nur einige Beispiele hervorgehoben werden.
So wird die Fehmarnsundbrücke für 91 Millionen Euro ertüchtigt, obwohl der Hauptverkehr künftig durch einen Tunnel laufen soll. Mittlerweile ist bekannt, dass die Brücke nicht ausreichend tragfähig für das Verkehrsaufkommen ist. Verantwortlich sind langsame und widersprüchliche Planungsprozesse deutscher Behörden.
Zwei kommunale Kostenexplosionen stehen exemplarisch für Inkompetenz auf lokaler Ebene:
- Augsburger Staatstheater
Ursprüngliche Planung: 186 Mio. Euro
Aktueller Stand: 417 Mio. Euro
Möglicher Endbetrag: bis zu 600 Mio. Euro - Bonner Beethovenhalle
Ursprüngliche Planung: 42 Mio. Euro
Aktueller Stand: 221 Mio. Euro – eine Verfünffachung
Jeder private Unternehmer müsste bei solchen Fehlplanungen seinen Betrieb schließen.
Wir haben’s ja: Verschwendungen der politischen Klasse
Politisch besonders brisant sind massive Verschwendungen für Liegenschaften von Bundesorganen. Trotz Wahlrechtsreform und Verkleinerung des Bundestags auf 630 Abgeordnete steigt dessen Etat von 1 Milliarde Euro (2023) auf 1,2 Milliarden Euro ab 2025.
Mittlerweile verfügt der Bundestag über 32 teure Liegenschaften im Herzen Berlins.
Zwei Beispiele:
- Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses:
300 neue Büros – 430 Mio. Euro - Neubau „Luisenblock West“:
400 Büros – 70 Mio. Euro
Hinzu kommen:
- Anbau am Kanzleramt: über 800 Mio. Euro
- Ausweichquartier für den Bundespräsidenten während der Renovierung von Schloss Bellevue: 205 Mio. Euro
Wer diese Ausgaben kritisiert und den Eindruck äußert, dass sich „die da oben“ hemmungslos bedienen, gilt dennoch schnell als böser Rechtspopulist.
Abgehoben bis ins Detail
Ähnlich realitätsfern ist das Gebaren auf Bezirksebene in Berlin. Nach der Wahlwiederholung wurden verbeamtete Bezirksbürgermeister und Bezirksstadträte bis Ende Juni 2026 bei vollen Bezügen freigestellt – inklusive Anrechnung auf die Altersversorgung.
Bis Mai 2025 entstanden dadurch Mehrkosten von 2,2 Mio. Euro, bei gleichbleibender Besoldung sind 3,3 Mio. Euro zu erwarten – ohne jede Gegenleistung.
Subventionierte Illusionen
Die frühere Bundesregierung wollte ihre Zukunftsfähigkeit demonstrieren, indem sie vermeintliche Leuchtturmprojekte mit Staatsgeld nach Deutschland lockte. Beispielhaft sei Northvolt in Schleswig-Holstein genannt.
Bund und Land bürgten jeweils mit 300 Millionen Euro für eine Wandelanleihe. Nach der Northvolt-Pleite müssen sich die Steuerzahler von diesem Geld verabschieden.
Haftung der verantwortlichen Politiker: Fehlanzeige.
Kuriositätenkabinett
Neben teuren Fehlplanungen führt das Schwarzbuch auch Beispiele an, die eher ins politische Kabarett gehören – wären sie nicht bittere Realität.
- Welcome-Center Schleswig-Holstein
Kosten für zehn Vollzeitstellen: 2,6 Mio. Euro
Vermittelte Bewerber 2024: fünf - Container für Straßenprostitution in Trier
Nutzung nur mit Schlüssel aus dem Rathaus – bislang kein einziger Einsatz - Quittungen bei Polizeikontrollen in Bremen
Kosten: 208.000 Euro
Ausgestellte Quittungen: 32
Kosten pro Quittung: 6.500 Euro - Mehrsprachiges Internetportal des Berliner Abgeordnetenhauses
Kosten: 60.000 Euro
Trotz kostenloser Browser-Übersetzungsfunktionen - Fahrradbarometer in Dresden
Kosten pro Stück: 45.000 Euro
Nutzen: reine Symbolpolitik - Brücke ins Nichts in Radeburg
Baukosten: knapp 1 Mio. Euro
Gesamtkosten bei Fertigstellung laut Steuerzahlerbund: 9,8 Mio. Euro
Aktueller Zustand: eine echte So-da-Brücke
Fazit
Ein Blick in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler lohnt sich für jeden, der wissen will, wofür Geld immer da ist, während bei Sicherheit, Bildung und Familien gespart wird.
Die aufgeführten Beispiele sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die Verschwendung und Zweckentfremdung von Steuergeldern ist strukturell bedingt, da Politiker über unsere Gelder entscheiden, ohne für ihr Versagen haftbar gemacht werden zu können.
Oft sind sie längst nicht mehr im Amt, wenn das wahre Ausmaß ans Licht kommt.
Die Leidtragenden sind die jungen Generationen, die am Ende die Zeche zahlen müssen.
Am 11. Januar wählt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz einen neuen Landrat.
Und wir haben die Chance, mit Antje Ruhland-Führer die erste AfD-Landrätin Deutschlands zu stellen!
Am 6. Januar habt ihr die Chance, unsere Kandidatin beim Bürgerdialog in Calau persönlich kennen zu lernen und Antje zu fragen, was sie in OSL verändern will.
Lars Schieske und ich werden ebenfalls vor Ort sein.
📅 06.01.2026, 18:00 Uhr
📍 Eiscafé Napoleon
An der Eiche 7, 03205 Calau
Wir laden Sie herzlich zu einem offenen Bürgerdialog in das Bürgerhaus Kausche nach Drebkau ein. Gemeinsam mit meinem Kollegen aus dem Brandenburger Landtag, Fabian Jank, sowie unserer Landratskandidatin zur Landratswahl 2026, Christine Beyer, möchte ich mit Ihnen ins Gespräch kommen.
Wir wollen Ihre Fragen beantworten, Ihre Anliegen aufnehmen und uns mit Ihnen zu aktuellen Themen austauschen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Sichtweisen und Ideen direkt einzubringen – wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!
Eine Zeit, in der wir innehalten, dankbar zurückblicken und uns auf das Wesentliche konzentrieren.
Mein Weihnachtsgruß gilt allen Menschen – jenen, die heute arbeiten müssen, um für unsere Sicherheit zu sorgen, ebenso wie denen, die im Kreis ihrer Familie unterm Tannenbaum sitzen, Kerzen anzünden und die stillen Stunden mit ihren Liebsten genießen. Jeder von euch trägt auf seine Weise dazu bei, dass diese Tage ihren besonderen Zauber behalten.
Wenn die Lichter angezündet sind und ihr warmer Schein jeden Raum erfüllt, dann werden Erinnerungen wach.
„Überall, überall soll Freude sein“ – dieser Vers begleitet viele von uns seit der Kindheit. Er erinnert uns daran, dass Weihnachten mehr ist als Geschenke und Hektik. Es ist die Zeit, in der wir uns auf Frieden, Zusammenhalt und Menschlichkeit besinnen sollten.
„Leuchte Licht mit hellem Schein – überall, überall soll Friede sein.“
Dieser Wunsch nach Weihnachtsfrieden ist heute wichtiger denn je.
Auch für mich persönlich ist dieses Weihnachtsfest ein Moment des dankbaren Rückblicks. Mit dem Einzug in den Bundestag in diesem Jahr hat sich die Möglichkeit eröffnet, mit einer großen und starken Fraktion endlich wieder Politik für das deutsche Volk zu machen. Das erfüllt mich mit Stolz, Demut und Zuversicht zugleich.
Es ist mir eine große Freude, die politische Arbeit, die auf Landesebene unter anderem durch Dr. Christoph Berndt und Björn Höcke geleistet wird, nun gemeinsam auf Bundesebene fortführen zu dürfen – zusammen mit Dr. Alice Weidel und Tino Chrupalla. Diese gemeinsame Arbeit ist für mich nicht nur politische Verantwortung, sondern auch ein Ausdruck von Zusammenhalt, Überzeugung und dem festen Willen, unserem Land wieder eine gute Zukunft zu geben.
Doch heute Abend gehört die Zeit ganz meiner Familie. Sie wird nach und nach bei mir eintreffen. Gemeinsam verbringen wir den Heiligen Abend – bei einer wärmenden Feuerzangenbowle, bei deutschen Weihnachtsliedern und in freudiger Erwartung auf den Weihnachtsmann, der die Kinder beschert. Das Leuchten in ihren Augen, ihr Staunen und ihre Freude machen diesen Abend jedes Jahr aufs Neue besonders.
So lassen wir den Heiligen Abend gemütlich ausklingen – mit Weihnachtsmusik, gutem Essen, guten Gesprächen und dem Gefühl von Geborgenheit. Genau diese stillen Momente sind es, die Kraft geben und uns daran erinnern, worauf es wirklich ankommt.
Ich wünsche allen Menschen eine besinnliche, friedvolle Weihnachtszeit, Freude im Herzen, Licht in dunklen Stunden und die Hoffnung, dass der Gedanke des Weihnachtsfriedens weit über diese Tage hinaus Bestand hat.
Frohe Weihnachten.
Breites Energiepaket statt Giga-Fabrik der LEAG!
Mit Planwirtschaft hat Deutschland noch nie gute Erfahrungen gemacht. Warum es bei der sogenannten Energiewende besser laufen soll, bleibt das Geheimnis ihrer Befürworter und Lobbyisten. Letztere sind es auch, die mit beständiger Angst vor Klimawandel und Apokalypse dafür gesorgt haben, dass sich viele Bürger selbst die größten Zumutungen gefallen lassen.
Verbrenner-Aus, Heizungshammer und natürlich der „Strukturwandel“ – das sind nur drei Beispiele für links-grüne Gesellschaftsexperimente, die aber nicht nur von Grünen und Linken, sondern von allen etablierten Parteien vorangetrieben werden. Die CDU eiert vor wichtigen Wahlen gerne herum, doch nach der Wahl versteckt sie sich hinter vermeintlichen Koalitionszwängen und trägt auch noch die größte Enteignungspolitik mit.
Nichts anderes ist das, was uns alltäglich mit ökologischem Etikettenschwindel präsentiert wird.
Strukturwandel in der Lausitz – ein Trauerspiel
Das Ende der letzten beiden Reviere im Süden Brandenburgs in Jänschwalde und Schwarze Pumpe ist bereits absehbar und wird eine Struktur abschaffen, die der Region über Jahrzehnte das Gepräge gab. Für Jänschwalde ist in drei Jahren Schluss, Schwarze Pumpe wird nach aktuellem Stand noch bis zum politisch vorgegebenen Stopp im Jahr 2038 weitermachen [1].
Wie fahrlässig man bisher mit den Folgen des sogenannten Strukturwandels umgeht, macht eine Warnung des LEAG-Betriebsratsvorsitzenden Toralf Smith deutlich. Er verweist darauf, dass es abseits politischer Willensbekundungen für die Nachnutzung der bestehenden Kraftwerkstandorte keine verbindlichen Investitionsentscheidungen gibt [1]. Angesichts des Durchschnittsalters der Belegschaft in Schwarze Pumpe von 42 Jahren kommt dies einer politisch verordneten Perspektivlosigkeit gleich.
Die LEAG ist mit etwa 7.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber der Region, rund ein Drittel wird bis zum Jahr 2038 im Ruhestand sein, für den Rest muss nun sehr schnell eine Perspektive gefunden werden [2]. Anderenfalls könnte massenhafte Abwanderung erneut die Folge sein.
Seit der Wiedervereinigung hat die Lausitz bereits etwa ein Fünftel seiner Bevölkerung verloren [3]. Zu DDR-Zeiten arbeiteten rund 80.000 Menschen in Tagebauen, angeschlossenen Fabriken und Kraftwerken – der Umbruch führte zum Wegfall zigtausender Stellen, ohne dass angekündigte Investitionen für ausreichend Alternativen gesorgt hätten [4]. Der Großteil der Kohleindustrie wurde binnen kurzer Zeit abgewickelt, nur für wenige Bereiche der Kohlekombinate wurden von der Treuhandgesellschaft Nachfolge-Abkommen mit privaten Unternehmen geschlossen [5]. Viele Bürger haben also nicht unbedingt gute Erfahrungen mit dem vermeintlichen Strukturwandel sammeln können.
Aus einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung geht hervor, dass die Bevölkerung im Lausitzer Braunkohlerevier schon bis zum Jahr 2038 weiter deutlich schrumpfen wird [6]. Eine andere Studie hat ergeben, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort im Vergleich zum Strukturwandelprozess im Rheinischen Kohlerevier deutlich schlechter berücksichtigt wurden, was sich vor allem am Mangel an echter Bürgerbeteiligung zeige und auf „verpasste Gelegenheiten zur Schaffung eines fairen und offenen Prozesses“ zurückführen lasse [3].
Der Transformationsforscher Raj Kollmorgen von der Hochschule Zittau-Görlitz sieht für den pessimistischen Blick auf den Umbruch der bestehenden Strukturen die Politik in der Verantwortung. Waren es früher die Versprechen von „blühenden Landschaften“, sind es heute die Beschwichtigungen, dass die Bürger keine Nachteile von der sogenannten Energiewende hätten [5].
Giga-Pläne der LEAG
Im Spree-Neiße-Kreis soll am Standort Jänschwalde nach Angaben der LEAG der größte Batteriespeicher Europas entstehen, südöstlich des bisherigen Kohlekraftwerks soll dafür ein etwa zehn Hektar großes Areal genutzt werden [7]. Die geplante Leistung liegt bei einem Gigawatt, die Speicherkapazität bei 4.000 Megawattstunden, was laut dem Unternehmen der Strommenge entspricht, die rund 1,6 Millionen Haushalte in vier Stunden verbrauchen [7]. Lieferant und Einrichter der Speicherzellen ist eine Tochter des US-Konzerns Fluence Energy, der auch die Systemintegration der elektrotechnischen Anlagen übernimmt [8]. Wenn die Pläne funktionieren, soll der Stromspeicher nach Fertigstellung in etwa zwei Jahren zu den größten Akkumulator-Anlagen der Welt gehören [8].
Ähnliche Vorhaben hat der Konzern auch in der sächsischen Lausitz. Dort soll auf einer rund sechs Hektar großen Fläche die „GigaBattery Boxberg 400“ entstehen, mit einer Anschlussleistung von 400 Megawatt und einer Speicherkapazität von 1.600 Megawattstunden [9]. Die erforderlichen Lithium-Eisenphosphat-Speicher liefert und integriert das chinesische Unternehmen HyperStrong [9].
Somit sind beide Projekte auf Gedeih und Verderb von Unternehmen aus Ländern abhängig, von denen sich Deutschland vor allem in energiepolitischen Fragen eigentlich stärker emanzipieren wollte, um nicht erneut in bedrohliche Abhängigkeiten zu geraten.
Der Plan bis 2030 sieht vor, dass eine „Gigawatt-Factory“ entstehen soll, in der Strom aus wetterabhängigen Energien mit einer Leistung von bis zu sieben Gigawatt produziert werden kann [7]. Doch damit nicht genug, bis zum Jahr 2038 sollen gigantische Solar- und Windparks eine Stromleistung in Höhe von 14 Gigawatt produzieren [10]. So wurde der frühere LEAG-Vorstandsvorsitzende Thorsten Kramer schon im Jahr 2022 zitiert: „Wir werden in der Lausitz das mit Abstand größte und leistungsstärkste Zentrum Erneuerbarer Energien an Land aufbauen“ [10]. Und er meinte damit nicht nur den nationalen, sondern den europäischen Maßstab.
Bei so viel „Hyper“, „Mega“ und „Giga“ muss es diesmal mit dem Strukturwandel doch klappen. Oder?
Ein Plan mit Risiken und Nebenwirkungen
Die LEAG selbst rechnet mit einem Investitionsbedarf in Höhe von zehn Milliarden Euro für die einzelnen Projekte der sogenannten Gigawatt-Factory, wobei explizit auf geeignete politische Rahmenbedingungen und eine gute Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und Behörden hingewiesen wird, wenn das erste „Net Zero Valley“ Realität werden soll [11]. Das lässt schon darauf schließen, dass die geplanten Giga-Projekte auch eine Giga-Förderung seitens der Steuerzahler benötigen werden.
Ein Teil der Finanzierung der Pläne soll mit der Entschädigungszahlung aufgrund des vorgezogenen Kohleausstiegs in Höhe von 1,75 Milliarden Euro bewältigt werden, deren Zweckbindung allerdings den Verpflichtungen der Rekultivierung und Wiedernutzbarmachung der Bergbaufolgelandschaft vorbehalten sein sollte (laut eigenen Angaben löst LEAG dieses Dilemma mit Zweckgesellschaften) [11]. Man könnte darin aus ökologischer Sicht durchaus eine Mogelpackung sehen.
Die Entschädigung in Höhe von 1,75 Milliarden Euro wurde nun von der EU-Kommission erlaubt, woraufhin Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit der LEAG einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zum vorzeitigen Ausstieg aus der Kohleverstromung schloss – auch hier wurden 1,2 Milliarden Euro an Maßnahmen der Rekultivierung und an Sozialkosten gebunden [12]. Die Mittel nun stattdessen komplett in riesige Solar- und Windparks zu pumpen, die ihrerseits ökologische Folgeprobleme mit sich bringen, dürfte wenig mit Rekultivierung und Renaturierung zu tun haben.
Ein großer Vorteil der LEAG-Pläne wird in eigenen Verlautbarungen, aber auch der üblichen Medienberichterstattung darin gesehen, dass die für die gigantischen Pläne erforderlichen Flächen für Windkraftanlagen und Photovoltaik-Anlagen in „konfliktarmen“ Gebieten gefunden werden können, insbesondere in den Bergbaufolgelandschaften. Dies klingt tatsächlich erstmal gut, führt aber letztlich dazu, dass dort kaum ökologische, forstwirtschaftliche oder landwirtschaftliche Renaturierung bzw. Rekultivierung möglich sein wird.
Ebenfalls weiß bis heute niemand, ob die dortigen Flächen für die ambitionierten Pläne tatsächlich ausreichen werden. So wurden schon vor einigen Jahren 12.000 Hektar an Flächen in der Region als potentielle Flächen für Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft identifiziert, wobei ein Verhältnis von 70 Prozent Solarstrom und 30 Prozent Windenergie geplant ist [10]. Allein bis zur ersten Ausbaustufe, die für das Jahr 2030 geplant ist, werden zehn Millionen Solarpaneele benötigt [10]. Auch hier liegt die Abhängigkeit von China bei nahezu 100 Prozent.
Der massive Flächenverbrauch, der dem Kohlebergbau zurecht oft vorgeworfen wird, könnte sich also in noch größerem Ausmaß für die Schaffung von Wind- und Solarparks wiederholen.
Ein Fragezeichen muss trotz der großspurigen Ankündigungen auch an die geplanten Speicherkapazitäten gehängt werden. Energie aus Sonne und Wind bleibt hochvolatil und weist nur geringe Leistungsdichten auf. Es braucht also gigantische Anlagen, um sie zu verdichten, zu speichern und permanent verfügbar zu machen. Ob dies im großen Maßstab für die Energieversorgung einer ganzen Region volkswirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann, ohne auf Dauer am Subventionstropf zu hängen, kann zumindest bezweifelt werden.
Was sind die Alternativen?
Mit dem in kurzer Zeitspanne erfolgenden Ausstieg sowohl aus der Atomenergie als auch aus der Kohleverstromung leistet sich Deutschland – wohl einzigartig in der Welt – ein Gesellschaftsexperiment am offenen Herzen. Beide Energieformen haben gemeinsam, dass sie grundlastfähig sind und auch dann als Backup in Frage kommen, wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint.
Wie schlecht es um die Versorgungssicherheit bestellt sein kann, zeigen Zahlen aus 2024. Obwohl wetterabhängige Energien dank milliardenschwerer Subventionierung mit Steuergeldern mittlerweile fast 62 Prozent der deutschen Stromerzeugung ausmachten, gab es Tage, an denen nur etwa fünf Prozent des Bedarfs aus wetterabhängigen Energien gedeckt werden konnten [1]. Diese massiven Schwankungen müssen auch in Zukunft ausgeglichen werden. Die Naturgesetze kümmern sich nicht um politische Sonntagsreden und Koalitionsprogramme.
Als neue Absicherung sind moderne Gaskraftwerke im Gespräch, die mit „grünem Wasserstoff“ befeuert werden könnten. Woher die Energie kommen soll, um diesen bezahlbar und verbrauchernah herzustellen, findet man in den Parteiprogrammen der Energiewende-Propheten leider nicht. In der Sahara soll es zum Glück viel Platz geben. Ob das dann noch als „grün“ gelten kann?
So oder so gilt: Es kann nichts Funktionierendes und Bewährtes vom Netz genommen werden, bevor nicht ausreichend Ersatz vorhanden ist. Und dieser Ersatz sollte eine Eigenschaft mitbringen: Er sollte so marktfähig sein, dass er nicht auf Dauer auf staatliche Hilfe angewiesen ist.
Was bei der Diskussion um die Nutzung der Kohleverstromung gerne unter den Tisch fallen gelassen wird, sind die enormen Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen und weiterer bestehender technologischer Potentiale mit Blick auf die Umweltverträglichkeit.
Dies hat dazu geführt, dass die Debatte nicht technologieoffen, sondern mit ideologischen Scheuklappen geführt wird. Das Ergebnis ist erneut Planwirtschaft, diesmal nicht rot, sondern grün.
Die Lausitz darf nicht Opfer einer ideologischen Energiewende werden, die alles dem Ziel der »Klimaneutralität« unterordnet. Im globalen Maßstab würde selbst ein „klimaneutrales“ Deutschland kaum ins Gewicht fallen. Hierzulande aber werden dafür gewachsene Strukturen zerstört, Arbeitsplätze vernichtet und die Industrie und die Verbraucher zur Kasse gebeten.
Es braucht einen breiten Mix an verfügbaren Energiequellen, um den Dreiklang aus sicherer Verfügbarkeit, Umweltverträglichkeit und Bezahlbarkeit sicherzustellen. Die Installation von Solaranlagen in ehemaligen Tagebauen kann ein Bestandteil von diesem Energiemix sein. Alles auf eine Karte zu setzen, kann aber nicht der richtige Weg sein.
Auch wird eine Energiewende nicht funktionieren, die grundlastfähige Energiequellen wie die Kohle und die Kernenergie im Inland abschaltet, um danach den Strom eben dieser Energiequellen aus den Nachbarländern zu importieren.
Quellenverzeichnis
[1] „Bislang kein konkreter Plan für die Zukunft der Lausitz ohne Kohle“, www.rbb24.de, 13. Mai 2025
[2] „Lausitz im Umbruch – Investitionen kommen, Unsicherheit bleibt“, www.handelsblatt.com, 21. August 2024
[3] „Verpasste Gelegenheiten in der Lausitz: Bevölkerung beim Kohleausstieg zu wenig einbezogen“, www.tagesspiegel.de, 4. April 2024
[4] „Kohleausstieg 2030? Der Osten sagt: „Nö““, www.zeit.de, 27. März 2023
[5] „Die Lausitz zwischen Enttäuschung und Aufbruch“, www.rbb24.de, 11. März 2025
[6] „Studie: Kohleausstieg führt zu Bevölkerungsrückgang“, www.rbb24.de, 26. November 2025
[7] „Leag will größten Batteriespeicher Europas bauen“, www.rbb24.de, 6. November 2025
[8] „Gigawattstunden-Netzspeicher wird in Brandenburg gebaut“, www.heise.de, 11. November 2025
[9] „Energiekonzern: Leag baut riesigen Batteriespeicher am Standort Boxberg“, www.tagesschau.de, 18. November 2025
[10] „Gigawatt-Factories – die Lausitz als Europas größtes grünes Kraftwerk“, www.lr-online.de, 29. September 2022
[11] „Fragen und Antworten zur GigawattFactory“, https://www.leag.de/de/gigawattfactory/, Stand: 13.12.2025
[12] „Kohleausstieg in Brandenburg: Milliarden-Entschädigung für Bergbauunternehmen Leag kann fließen“, www.tagesspiegel.de, 11. Dezember 2025
Wolfsproblematik ernst nehmen
Als AfD-Bundestagsfraktion nehmen wir das Wolfsproblem in Deutschland ernst und fordern konkrete Maßnahmen gegen die unkontrollierte Ausbreitung der Raubtiere. Die stark gestiegene Zahl freilebender Wölfe stellt eine existenzielle Bedrohung für die Weidetierhaltung dar: Massiv zunehmende Risse an Nutztieren bringen Landwirte an den Rand des Ruins und gefährden traditionelle, ökologisch wertvolle Formen der Landwirtschaft. Wir können nicht länger tatenlos zusehen, wie ideologischer Naturschutz auf Kosten der Menschen im ländlichen Raum geht.
EU-Richtlinie eröffnet Handlungsspielraum
In unserem neuesten Antrag vom 16. Dezember 2025 machen wir klar: Die EU-Richtlinie 2025/1237 ebnet den Weg für ein aktives Wolfsmanagement. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Bundesnaturschutzgesetz umgehend anzupassen – mit einer Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs und seiner Aufnahme ins Jagdrecht. Nur so können gezielte Regulierungen erfolgen, um den Bestand in einem vertretbaren Rahmen zu halten und Schäden zu minimieren. (1)
Brandenburg besonders betroffen
Besonders in Brandenburg, wo die Wolfspopulation stark zunimmt, setzt sich auch unsere AfD-Landtagsfraktion energisch ein. In einer kürzlichen Beschlussvorlage fordern wir den Einstieg in das Jagdrecht und klare Regelungen zum Schutz der Weidetiere, denn die tatsächliche Anzahl der Wölfe wird unterschätzt. (2)
Blick ins europäische Ausland
Andere EU-Länder wie Schweden oder Frankreich zeigen, dass eine regulierte Bejagung des Wolfs machbar und praktikabel ist. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung handelt.
Nur mit einem aktiven Wolfsmanagement können die bestehenden Probleme gelöst und die Akzeptanz für den Wolf wiederhergestellt werden.
Quellenverzeichnis
(1)
Das Wolfsproblem ernst nehmen – Aktives Management jetzt umsetzen
(2)
Den Wolf ins Jagdrecht – Weidetiere schützen!
Unsere Landwirte stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Viele Betriebe protestieren gegen die angespannten Marktbedingungen, insbesondere auf dem Milchmarkt. Die Preise für Milch und Milchprodukte – vor allem für Butter – sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Für zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies, dass die Erlöse die Produktionskosten nicht mehr decken. Gleichzeitig bleiben die Ausgaben für Futter, Energie und Arbeitskraft auf hohem Niveau.
Zusätzlich verschärft wird die Situation durch die Preispolitik großer Handelsketten. Butter wird in manchen Filialen für rund 99 Cent pro 250 Gramm angeboten. Solche Dumpingpreise setzen insbesondere regionale Molkereien und landwirtschaftliche Betriebe massiv unter Druck. Langfristig gefährden sie nicht nur einzelne Höfe, sondern auch die Vielfalt heimischer Produkte und eine flächendeckende Landwirtschaft.
Als Vertreter im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sehe ich es als unsere gemeinsame Aufgabe, die Landwirtschaft als Herzstück unserer Heimat zu stärken. Unsere ländlichen Regionen leben von der Produktion gesunder, hochwertiger und regionaler Lebensmittel. Regionale Landwirtschaft steht für Qualität, Nachhaltigkeit und den Erhalt unserer gewachsenen Kulturlandschaften.
Jeder kann einen Beitrag leisten: Unterstützt unsere Landwirte, indem ihr bewusst regional einkauft – direkt beim Bauern, in Hofläden oder bei regionalen Anbietern. Vermeidet Dumpingangebote bei Billigdiscountern, die auf Kosten unserer heimischen Betriebe gehen.
Aus Liebe zur Heimat sichern wir so die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe, erhalten Arbeitsplätze in unseren Dörfern und gewährleisten auch in Zukunft eine verlässliche Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln.
Die aktuellen Proteste machen deutlich, wie wichtig faire und verlässliche Preise für landwirtschaftliche Produkte sind. Nur so können unsere Betriebe bestehen – und unsere Heimatregionen lebendig bleiben.
Quellenverzeichnis
- Milch NRW e. V.: Marktentwicklung im Milchmarkt
https://www.milch-nrw.de/informieren/marktentwicklung/ - agrarheute.com: Landwirte gegen Lidl: Neue Proteste gegen Preispolitik im Supermarkt
https://www.agrarheute.com/politik/landwirte-gegen-lidl-neue-proteste-gegen-preispolitik-supermarkt-638136
Was derzeit an deutschen Schulen geschieht, ist kein Zufall und kein kurzfristiger Ausrutscher.
Es ist das Ergebnis jahrelanger Beschwichtigung, ideologischer Scheuklappen und politischer Untätigkeit.
Die Brandbriefe aus Cottbus und Ludwigshafen machen unmissverständlich klar:
Schulen verlieren ihre Schutzfunktion. Kinder verlieren Lernzeit. Lehrer verlieren die Kraft.
Cottbus: Eltern berichten von Angst, Gewalt und Kontrollverlust
An der Regine-Hildebrandt-Grundschule in Cottbus-Sachsendorf haben Eltern in einem ausführlichen Brandbrief beschrieben, was viele Verantwortliche nicht hören wollten:
Der Schulalltag ist von Gewalt, Bedrohungen und Angst geprägt [1].
Berichtet wird unter anderem von:
- schweren körperlichen Übergriffen mit ärztlicher Behandlung,
- Reizgas auf dem Schulhof,
- Drohungen und Erpressungen unter Schülern,
- Kindern, die aus Angst nicht mehr allein zur Schule gehen,
- und massivem Verlust von Unterrichtszeit.
Eine Mutter schreibt offen, dass sie ihren Kindern nicht mehr glaubhaft versichern kann, dass Schule ein sicherer Ort ist.
Das ist kein Alarmismus – das ist ein politisches Alarmsignal.
Der zeitweise eingesetzte Sicherheitsdienst zeigte nur kurzfristige Wirkung. Danach eskalierte die Lage erneut.
Genau das belegt: Symbolmaßnahmen reichen nicht aus.
Ludwigshafen: Lehrer rufen um Hilfe – und bestätigen das strukturelle Problem
Wer glaubt, Cottbus sei ein Einzelfall, irrt.
In Ludwigshafen hat das gesamte Kollegium einer Schule einen Brandbrief veröffentlicht.
Die Lehrer sprechen von einem Schulalltag, der von Gewalt, Bedrohungen, Respektlosigkeit und Angst dominiert wird [2].
Sie schildern Messerbedrohungen, massive Störungen, Überforderung und die Unmöglichkeit, unter normalen Bedingungen zu unterrichten.
Der Brandbrief aus Ludwigshafen bestätigt, was Eltern und Lehrer bundesweit erleben:
Das Problem ist strukturell – nicht lokal.
Ein Vater sagt, was viele denken und fordert Verantwortung
Besonders eindringlich ist der Brief eines alleinerziehenden Vaters von zwei Kindern, der sich an mich als Stadtverordneter gewandt hat [3].
Er schreibt:
„Ich möchte meinen Kindern später nicht erklären müssen, warum ich zugesehen habe, wie es kippt, und trotzdem geschwiegen habe.“
Er beschreibt:
- verlorene Lernzeit,
- Kinder, die sich nicht sicher fühlen,
- Lehrkräfte, die bis spät in die Nacht Vorfälle dokumentieren und am nächsten Morgen wieder funktionieren sollen.
Sein Vorwurf ist eindeutig:
„Politik macht die Regeln, setzt die Prioritäten und entscheidet, ob Schule ein Ort zum Lernen bleibt oder nur noch ein Ort, an dem man irgendwie durchkommt.“
Und er stellt die entscheidende Frage:
„Wenn Kinder unsere Zukunft sind – warum behandeln wir ihre Gegenwart wie eine Randnotiz?“
Dieser Brief ist kein Ausbruch, sondern ein verantwortungsbewusster Appell, Missstände offen zu benennen.
Denn – und das sagt der Vater völlig richtig – Schweigen schützt nur das Problem.
Die AfD hat gewarnt – andere haben beschwichtigt
Bereits im Jahr 2023/24 hat die AfD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Cottbus einen Antrag zur Einrichtung von Sicherheitspersonal an besonders belasteten Schulen eingebracht [4].
Die Reaktionen der anderen Fraktionen:
- angeblich keine konzeptionelle Grundlage,
- der Begriff „Brennpunktschule“ sei stigmatisierend,
- Sicherheitspersonal könne Eltern abschrecken,
- man solle pädagogischen Konzepten Zeit geben.
Heute sehen wir das Ergebnis dieser Haltung:
Die Lage hat sich weiter verschärft.
Die Brandbriefe geben der AfD recht.
Unsere politischen Konsequenzen aus den Brandbriefen
Aus den Berichten der Eltern, Lehrer und des Vaters ziehen wir klare Schlussfolgerungen.
1. Sicherheit ist Voraussetzung von Bildung
Schule muss ein sicherer Ort sein – alles andere ist politisches Versagen.
Wir fordern:
- dauerhaftes, ausreichend ausgestattetes Sicherheitspersonal an besonders belasteten Schulen,
- Präsenz während der gesamten Unterrichtszeit,
- klare Zuständigkeiten und Eingriffsmöglichkeiten.
2. Schutz der Lernzeit
Unterricht darf nicht permanent durch Gewalt und Chaos ersetzt werden.
Notwendig sind:
- verbindliche Ordnungsmaßnahmen,
- abgestimmte Verfahren mit Polizei, Jugendamt und Schulaufsicht,
- politische Rückendeckung für Lehrer und Schulleitungen, die konsequent handeln.
3. Probleme benennen – ohne Denkverbote
Der Vater bringt es auf den Punkt: Missstände müssen offen benannt werden.
Dazu gehört auch:
- die Überforderung einzelner Schulen,
- hohe Anteile von Schülern ohne ausreichende Deutschkenntnisse,
- Integrationsdefizite, die den Schulalltag massiv belasten.
Darüber zu sprechen ist kein Tabubruch – sondern Voraussetzung für Lösungen.
4. Begrenzung von Überforderung
Die AfD hat im Land Brandenburg bereits vor Jahren gefordert, Schulen nicht unbegrenzt zu belasten.
In diesem Zusammenhang wurde politisch unter anderem eine Obergrenze von 10 % bestimmter Belastungsprofile pro Schule gefordert, um Unterricht, Sicherheit und Lernklima zu schützen.
Ziel ist nicht Ausgrenzung, sondern funktionsfähige Schulen für alle Kinder.
5. Konsequente Anwendung des Rechts
Gewalt darf nicht folgenlos bleiben.
Die AfD vertritt die Position, dass:
- schwere Gewalt konsequent sanktioniert werden muss,
- ausländische Straftäter abgeschoben werden müssen,
- Remigration ein legitimes politisches Instrument ist, wenn Integration dauerhaft scheitert und Sicherheit gefährdet wird.
Der Schutz von Kindern steht über politischer Bequemlichkeit.
Schlussfolgerung
Die Brandbriefe aus Cottbus und Ludwigshafen sind kein Alarmismus.
Sie sind letzte Warnsignale.
Der Brief des Vaters ist ein moralischer Maßstab.
Er zeigt, worum es geht: nicht um Ideologie, sondern um Kinder.
Die AfD wird weiter:
- hinschauen,
- benennen,
- handeln.
Denn eines ist klar:
Wer jetzt noch beschwichtigt, trägt Verantwortung für das, was weiter eskaliert.
Quellenverzeichnis
[1] Brandbrief der Elternschaft der Regine-Hildebrandt-Grundschule, Cottbus, öffentliches Schreiben, Dezember 2025
[2] Junge Freiheit: „Nächster Brandbrief – jetzt rufen die Lehrer einer weiteren Migrantenschule um Hilfe“, 2025
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/naechster-brandbrief-jetzt-rufen-die-lehrer-einer-weiteren-migrantenschule-um-hilfe/
[3] Offener Brief eines alleinerziehenden Vaters an mich als Stadtverordneter, Cottbus, 2025
[4] Protokoll und Antrag der AfD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Cottbus: „Einrichtung von Sicherheitspersonal an Brennpunktschulen“, 2023/2024
Das Ifo-Institut bestätigt erneut, was viele Bürger im Alltag längst spüren: Die deutsche Wirtschaft kommt nicht voran. Ein echter Aufschwung ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht. In seiner aktuellen Winterprognose hat das Ifo-Institut die Erwartungen deutlich nach unten korrigiert. Für das laufende Jahr erwartet das Institut lediglich ein Wachstum von 0,1 Prozent und spricht damit faktisch von einer wirtschaftlichen Stagnation [1]. Für 2026 rechnet das Ifo nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent, für 2027 lediglich mit 1,1 Prozent – jeweils rund einen halben Prozentpunkt weniger als noch in der Herbstprognose [1]. Deutschland tritt wirtschaftlich auf der Stelle.
Die Ursachen sind klar benannt. Einerseits belasten neue US-Zölle exportorientierte deutsche Unternehmen erheblich. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts können diese zusätzlichen Handelshemmnisse das deutsche Bruttoinlandsprodukt um mehrere Zehntelprozentpunkte senken und das ohnehin schwache Wachstum weiter dämpfen [2]. Besonders betroffen sind exportstarke Branchen, die über Jahrzehnte das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildeten.
Doch die gravierenderen Probleme liegen im Inland. Die Wirtschaftsforscher sprechen offen aus, was politisch seit Jahren verdrängt wird: Die deutsche Wirtschaft ist strukturell geschwächt und kaum noch anpassungsfähig. In seiner Prognose verweist das Ifo-Institut ausdrücklich auf hohe Standortkosten, zunehmende Bürokratie sowie Defizite bei Infrastruktur und Verwaltung als zentrale Wachstumsbremsen [1]. Innovationen werden dadurch systematisch behindert.
Unternehmen verlieren Zeit und Geld in einem schwerfälligen Behördensystem, das vielfach seine Funktionsfähigkeit eingebüßt hat. Neue Gründungen scheitern nicht an Ideen, sondern an Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren, die in anderen Industrieländern deutlich schneller abgewickelt werden. Auch diese strukturellen Defizite werden vom Ifo-Institut seit Jahren kritisch benannt [1].
Hinzu kommt der Zustand der Infrastruktur. Straßen, Brücken, Schienen und digitale Netze sind überlastet oder sanierungsbedürftig. In seiner Winterprognose warnt das Ifo ausdrücklich davor, dass der fortschreitende Substanzverzehr die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands untergräbt [1]. Deutschland lebt wirtschaftlich zunehmend von seiner Vergangenheit – und diese Substanz wird spürbar dünner.
Statt diese strukturellen Schwächen konsequent anzugehen, reagiert die Bundesregierung mit zusätzlichen Belastungen. Hohe Energiepreise, verschärfte Klimavorgaben, komplexe Förderinstrumente und ein immer stärker regulierter Arbeitsmarkt verschlechtern laut Ifo die Investitionsbedingungen weiter [1]. Die Folge sind sinkende Investitionen, Standortverlagerungen und eine schleichende Deindustrialisierung. Der Arbeitsmarkt bleibt derzeit nur deshalb vergleichsweise stabil, weil viele Unternehmen Personal aus Vorsicht halten – auch das ist nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher kein nachhaltiger Zustand.
Ein anderer wirtschaftspolitischer Ansatz ist notwendig
Die AfD zieht aus diesen Befunden klare Schlussfolgerungen. Ihr Wahlprogramm setzt auf einen grundlegenden Kurswechsel, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Zentrale Elemente sind ein konsequenter Bürokratieabbau, eine bezahlbare und sichere Energieversorgung ohne ideologische Vorgaben, steuerliche Entlastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer sowie gezielte Investitionen in die reale Infrastruktur. Industrie, Mittelstand und Handwerk benötigen planbare Rahmenbedingungen statt politischer Experimente.
Schlussfolgerung
Die aktuelle Ifo-Prognose ist kein gewöhnlicher Konjunkturbericht, sondern ein deutliches Alarmsignal. Ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,1 Prozent im laufenden Jahr zeigt, wie tief die strukturellen Probleme mittlerweile reichen. Ohne einen grundlegenden politischen Kurswechsel droht eine dauerhafte Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Vorschläge der AfD knüpfen genau an diesen Befund an: wirtschaftliche Vernunft, Entlastung der Leistungsträger und eine Politik, die sich wieder an den Interessen des eigenen Landes orientiert.
Quellenverzeichnis
[1] Ifo-Institut: Konjunkturprognose Winter 2025 – Strukturwandel hält Deutschland fest im Griff, München, Dezember 2025.
[2] Ifo-Institut: Auswirkungen neuer US-Zölle auf die deutsche Wirtschaft, Auswertung und Medienberichterstattung u. a. n-tv und Reuters, Dezember 2025.