Wachsende Nachfrage trifft auf schrumpfende gesicherte Kapazitäten (5/7)

Die offizielle Statistik zeigt einen sinkenden Energieverbrauch. Sie blickt damit in den Rückspiegel. Der Rückgang ist vor allem Ausdruck einer schwächeren Industrieproduktion, der Verlagerung energieintensiver Industrien und von Effizienzsteigerungen im Gebäudebestand. Was sie nicht abbilden, ist das, was unmittelbar bevorsteht. Drei Nachfragewellen rollen auf das deutsche Energiesystem zu, gleichzeitig und in einer Größenordnung, die in keinem offiziellen Szenario vollständig eingerechnet ist und sie treffen auf eine Infrastruktur, in der gleichzeitig verlässliche Erzeugungskapazitäten abgebaut werden.

Das Klimaschutzprogramm 2023 legt für das Jahr 2030 einen Bruttostromverbrauch von 680 Terawattstunden zugrunde. Obwohl in verschiedenen Szenarien oft ein Wert von rund 680 TWh als Basis für den sogenannten Transformationspfad genannt wird, geht die aktuelle gesetzliche Planung der Bundesregierung im EEG 2023 inzwischen sogar von einem noch höheren Bedarf aus. Erwartet wird ein Anstieg des Bruttostromverbrauchs auf 750 TWh bis zum Jahr 2030.

Der aktuelle Bruttostromverbrauch liegt bei rund 520 Terawattstunden. Damit geht die Bundesregierung innerhalb weniger Jahre von einem Anstieg um etwa 44 Prozent aus.

Doch selbst diese 750 Terawattstunden dürften zu niedrig gegriffen sein. Drei Nachfragewellen sind in den offiziellen Szenarien entweder unterschätzt oder gar nicht erst erfasst.

Wärmepumpen und Elektromobilität – der Winterpeak

Die Elektrifizierung von Wärme und Mobilität ist das erklärte Kernziel der Energiewende. Sechs Millionen Wärmepumpen sollen bis 2030 installiert sein, 15 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Die Zahlen sind bekannt.

Weniger diskutiert wird, was sie für das Stromsystem bedeuten.

Sechs Millionen Wärmepumpen würden einen Mehrbedarf von rund 60 Terawattstunden im Jahr erzeugen. 15 Millionen Elektrofahrzeuge kommen auf etwa 30 Terawattstunden hinzu. Zusammen sind das 90 Terawattstunden zusätzlicher Jahresverbrauch, eine Zahl, die für sich genommen noch handhabbar klingt. Das eigentliche Problem ist die zeitliche Verteilung. Wärmepumpen laufen auf Hochtouren, wenn es kalt ist. Elektroautos werden abends geladen, wenn die Menschen nach Hause kommen. Beides trifft sich im Winter, in den Abendstunden, bei Dunkelheit und Windstille. Genau dann, wenn Photovoltaik nichts liefert und Windkraft ausfällt, steigt die Nachfrage durch die neuen Verbraucher am stärksten. Die Last verschiebt sich in das Zeitfenster, in dem die Versorgung am engsten ist.

Der Investitionsbedarf für die dafür notwendige Infrastruktur ist enorm. McKinsey beziffert den Gesamtbedarf aus Erzeugungskapazitäten und Stromnetze zusammen auf rund 700 bis 850 Milliarden Euro für den Zeitraum 2023 bis 2035, also im Schnitt rund 60 bis 70 Milliarden Euro pro Jahr. Allein für die Netzinfrastruktur schätzt McKinsey den Bedarf auf 370 bis 410 Milliarden Euro bis 2035.

KI und Rechenzentren – der unsichtbare Verbraucher

Die zweite Welle ist weniger sichtbar, aber in ihrer Dynamik kaum zu bremsen. Künstliche Intelligenz braucht Rechenleistung, Rechenleistung braucht Strom, und der Bedarf wächst mit einer Geschwindigkeit, die vor wenigen Jahren noch niemand modelliert hat. Der Stromverbrauch von Rechenzentren in Deutschland dürfte bis 2030 auf rund 30-35 Terawattstunden steigen, getrieben durch KI-Training, Cloud-Infrastruktur und die Nachfrage großer Technologiekonzerne, die ihre europäischen Rechenzentren in Deutschland ausbauen.

Selten wird dabei mitgedacht, dass ein erheblicher Teil dieses Bedarfs nicht trotz, sondern auch wegen der Energiewende entsteht. Die Transformation des Stromsystems zu einer dezentralen, fluktuierenden Erzeugungslandschaft ist ohne digitale Infrastruktur nicht zu betreiben.

Moderne KI-Systeme überwachen Energieflüsse in Echtzeit, erkennen Anomalien, simulieren Markt- und Netzzustände und koordinieren das Zusammenspiel von Photovoltaik, Wärmepumpen und Batteriespeichern. Smart Grids, die intelligenten Stromnetze, die das Rückgrat der neuen Versorgungsarchitektur bilden sollen, setzen KI für die automatische Steuerung von Energieflüssen ein. Die Stadtwerke München etwa nutzen solche Systeme bereits in der Geothermie und Fernwärme. Hinzu kommt die vorausschauende Wartung: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich ungeplante Ausfälle durch vorausschauende Wartung, also das frühzeitige Erkennen von Verschleiß anhand von Sensordaten, um bis zu 40 Prozent reduzieren lassen. Auch das ist Rechenarbeit, die Strom kostet.

Die Energiewende schafft damit eine eigentümliche Rückkopplung. Je stärker das System auf erneuerbare Quellen umgestellt wird, desto mehr digitale Steuerungsinfrastruktur wird benötigt und desto mehr Strom verbraucht diese Infrastruktur selbst. Der Bedarf durch KI und Rechenzentren ist daher kein externer Schock, der auf die Energiewende trifft. Er ist zu einem guten Teil ihr eigener Fußabdruck.

Dieser Verbrauch ist dabei strukturell anders als der aus Wärmepumpen oder Elektromobilität. Er ist gleichmäßig verteilt, wetterunabhängig und nicht flexibel steuerbar. Rechenzentren und Netzleitsysteme laufen durch bei Tag und bei Nacht, im Sommer wie im Winter.

Wasserstoff – der größte Joker

Die dritte Welle ist die unberechenbarste. Die Nationale Wasserstoffstrategie 2023 geht für 2030 von einem Gesamtwasserstoffbedarf von 95 bis 130 Terawattstunden jährlich aus. Da die heimischen Erzeugungspotenziale begrenzt sind, sollen nach Einschätzung der Bundesregierung 50 bis 70 Prozent davon importiert werden. Für den verbleibenden heimischen Anteil wären bei einem typischen Elektrolyseur-Wirkungsgrad von rund 65 bis 70 Prozent rund 40 bis 93 Terawattstunden zusätzlicher Strom erforderlich.

Das strukturelle Problem liegt tiefer. Wasserstoff entsteht durch Elektrolyse, ein Prozess, der erhebliche Mengen Strom verbraucht, um Energie in einen anderen Träger umzuwandeln. Jede Kilowattstunde Wasserstoff kostet mehr als eine Kilowattstunde Strom. Je größer die Wasserstoffwirtschaft, desto größer der Strombedarf, und desto abhängiger wird das System von zwei Voraussetzungen, die beide unsicher sind, nämlich ausreichend gesicherter Stromerzeugung im Inland und funktionierenden Importrouten für den Rest. Die Strategie selbst räumt ein, dass der Bedarf nach 2030 erheblich steigen wird. Wer heute Infrastruktur für 2030 plant, plant für ein System, das sich kurz darauf bereits überholt haben könnte.

Was das zusammen bedeutet

Addiert man die drei Wachstumstreiber, ergibt sich für 2030 je nach Szenario ein sehr unterschiedliches Bild. Im Trendpfad – also bei fortgeschriebener Marktentwicklung ohne politischen Hochlauf – rechnet McKinsey mit einem Gesamtverbrauch von rund 530 Terawattstunden, was einem Zuwachs von knapp 10 Prozent gegenüber heute entspräche. Das offizielle Regierungsziel liegt bei 750 Terawattstunden. Der größte Unsicherheitsfaktor ist dabei die Wasserstoff-Elektrolyse. Für 2030 erwarten die Szenarien hier noch einen vergleichsweise geringen heimischen Strombedarf von 10 bis 30 Terawattstunden, die großen Mengen werden erst nach 2030 relevant, wenn die Wasserstoffwirtschaft Fahrt aufnimmt.

Genau das ist die eigentliche Spannung. Die Nachfrage steigt, aber nicht gleichmäßig und nicht vorhersehbar. Sie kann sich je nach Tempo des Hochlaufs bei Wärmepumpen, Elektromobilität und Wasserstoff erheblich nach oben verschieben, und das in einer Phase, in der gleichzeitig rund 30 Gigawatt grundlastfähiger Kohlekraftwerkskapazität vom Netz gehen.

Die Frage ist nicht, ob die Nachfrage steigt. Die Frage ist, womit sie bedient wird und ob das System, das diese Nachfrage auffangen soll, auch genug gesicherte Leistung bereitstellt. Strom folgt nur der Physik.

Quellenverzeichnis

Klimaschutzprogramm 2023 der Bundesregierung
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/klimaschutz/20231004-klimaschutzprogramm-der-bundesregierung.pdf

Entwicklung des Bruttostromverbrauchs bis 2030
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/E/prognos-bruttostromverbrauch-2018-2030.pdf

Fraunhofer ISE: Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem
https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/wege-zu-einem-klimaneutralen-energiesystem.html
(Hinweis: Die Studie liegt als PDF vor; die Landingpage verlinkt darauf direkt)

Bundesnetzagentur: Netzentwicklungsplan Strom
https://www.netzentwicklungsplan.de

BMWK (2025): Stand und Entwicklung des Rechenzentrumsstandorts Deutschland
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Publikationen/Technologie/stand-und-entwicklung-des-rechenzentrumsstandorts-deutschland.pdf

BEE: Update der Strombedarfsanalyse
https://www.bee-ev.de/service/publikationen-medien/beitrag/update-der-strombedarfsanalyse

McKinsey (Januar 2025): Zukunftspfad Stromnachfrage
https://www.mckinsey.de/~/media/mckinsey/locations/europe%20and%20middle%20east/deutschland/news/presse/2025/2025-01-20%20zukunftspfad%20stromnachfrage/mckinsey_zukunftspfad%20stromnachfrage_januar%202025.pdf

Knobelspies, Fabian (2026): „Wie KI die deutsche Energiebranche neu ordnet“, THEMEN!magazin 1/26 → PwC-Zitat „Schwelle vom Experiment zum Werttreiber“; Innobu-Daten (Beschaffungskosten −15–20 %); Stadtwerke München Geothermie; Predictive-Maintenance-Reduktion bis 40 % Printquelle – als Quellenangabe: THEMEN!magazin, Ausgabe 1/2026, S. 28–29

Predictive Maintenance
https://www.grantthornton.de/themen/2025/predictive-maintenance-in-der-digitalen-fertigung/

Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Wasserstoff/Downloads/Fortschreibung.pdf

Wasserstoff
https://www.stromzeit.ch/blog/innovationen-4/wasserstoff-rekordwirkungsgrad-von-98-funktionsweise-von-elektrolyseuren-wirtschaftliche-herausforderungen-597

Vom CO₂-Preis zum Klima-Notstand

Der nächste Angriff auf Bürger, Wirtschaft und Freiheit

Deutschland steckt wirtschaftlich in einer Schwächephase, während Heizen, Tanken und Strom für viele Bürger immer teurer werden. Trotzdem halten CDU, SPD und die übrigen Altparteien an einer Klima- und Umweltpolitik fest, die den Alltag verteuert, Unternehmen belastet und über CO₂-Abgaben, Sondertöpfe, Schulden und immer neue Regulierung finanziert wird. [1] [2] [3] [4]

Was früher als Klimaschutz verkauft wurde, entwickelt sich immer deutlicher zu einer Politik des dauerhaften Ausnahmezustands. Erst wurde Energie künstlich verteuert. Dann kamen Heizungsgesetz, Transformationsfonds, Förderprogramme und immer neue Eingriffe in Eigentum, Mobilität und Wirtschaft. Nun soll die Klimafrage sogar auf die Ebene eines internationalen Gesundheitsnotstands gehoben werden. [5] [6] [7]

Dieses Modell ist gescheitert. Wer Energie verteuert, Bürger und Betriebe mit Abgaben belastet, Eigentümer verunsichert und gleichzeitig Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit schwächt, zerstört die Grundlage unseres Wohlstands. Deutschland braucht keine weitere Klima-Panik, sondern wirtschaftliche Vernunft, bezahlbare Energie und politische Normalität. [8] [9] [10]

Lauterbachs neuer Alarm: Klima als Gesundheitsnotstand

Karl Lauterbach ist kaum aus dem Amt des Bundesgesundheitsministers ausgeschieden, da präsentiert er bereits das nächste große Krisenthema. Als Mitglied der von der Weltgesundheitsorganisation eingesetzten Pan-European Commission on Climate and Health unterstützt er die Forderung, die Klimakrise als gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite einzustufen. Eine solche Notlage kennt man vor allem aus der Coronazeit. [11] [12] [13]

Lauterbach erklärte dazu, die WHO müsse der Bekämpfung der Klimakrise mehr Aufmerksamkeit widmen. Man müsse erkennen, dass es sich um einen medizinischen Notfall handele. Die Kommission fordert die WHO auf, den bisherigen Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften zu erweitern, weil dieser bislang vor allem auf zeitlich begrenzte epidemische Ereignisse ausgerichtet ist. [11] [12]

Damit wird eine gefährliche Grenze verschoben. Denn wenn Klima zur internationalen Gesundheitsnotlage erklärt wird, öffnet das die Tür für immer neue Eingriffe, Steuerungsmechanismen und Machtverschiebungen. Was bei Corona mit Verweis auf Gesundheit begründet wurde, könnte künftig unter dem Etikett Klima fortgesetzt werden: mehr internationale Koordination, mehr politische Vorgaben, mehr Druck auf Bürger und Wirtschaft. [13] [14]

Mit Angstzahlen in den Ausnahmezustand

Auch diesmal wird mit großen Zahlen gearbeitet. Lauterbach und die Kommission verweisen auf Hunderttausende Todesfälle in Europa, die mit fossilen Brennstoffen, Luftverschmutzung und Hitze in Verbindung gebracht werden. Natürlich können Hitze und schlechte Luft gesundheitliche Folgen haben, besonders für geschwächte Menschen. Doch politische Panikmache ersetzt keine nüchterne Analyse. Schätzungen, Modellrechnungen, Korrelationen und Kausalitäten müssen sauber auseinandergehalten werden. [11] [13] [15]

Besonders problematisch ist, dass die Kommission nicht nur politische Maßnahmen gegen den Klimawandel fordert, sondern auch einen stärkeren Kampf gegen angebliche Falsch- und Desinformation. Vorgeschlagen wird unter anderem ein Informationszentrum für Klima und Gesundheit, das Regierungen mit Faktenchecks, Prognosen und Argumentationshilfen versorgen soll. [12] [14]

Das klingt nach Aufklärung, läuft aber politisch auf eine neue Ebene internationaler Deutungshoheit hinaus. Wer entscheidet künftig, was Information und was Desinformation ist? Wer kontrolliert die Kontrolleure? Und warum soll ausgerechnet eine internationale Organisation bestimmen, mit welchen Argumenten nationale Regierungen ihre Bürger überzeugen sollen?

CDU und SPD haben den Boden dafür bereitet

Diese Entwicklung fällt nicht vom Himmel. CDU und SPD haben sich seit Jahren auf dieselbe Grundlogik festgelegt: Klimaneutralität um jeden Preis, CO₂-Bepreisung als Lenkungsinstrument, steigende Regulierung und teure Förderprogramme als Reparaturbetrieb für die Folgen der eigenen Politik. Offiziell soll das die Zukunft sichern. Tatsächlich spüren die Menschen vor allem höhere Kosten, mehr Unsicherheit und weniger wirtschaftliche Stärke. [5] [6] [7] [8]

Besonders deutlich wurde das beim Heizungsgesetz. Hauseigentümer, Vermieter und Mieter wurden mit hektischen Vorgaben, politischen Drohkulissen und ständig wechselnden Ankündigungen verunsichert. Wer investieren wollte, wusste plötzlich nicht mehr, welche Technik politisch gewollt, wirtschaftlich tragfähig oder in wenigen Jahren wieder unerwünscht sein würde. [16] [17] [18]

Gleichzeitig bleibt Deutschland bei Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zurück. Unternehmen leiden unter hohen Energiepreisen, steigender Regulierung, Planungsunsicherheit und einer Politik, die mit Subventionen flickt, was sie zuvor mit Steuern, Abgaben und Eingriffen selbst beschädigt hat. [1] [8] [9] [10]

CO₂-Bepreisung: Klimaschutz als Dauerkasse

Die CO₂-Bepreisung wird als Klimaschutz verkauft. In der Realität ist sie für Millionen Menschen vor allem eine zusätzliche Belastung auf Heizen, Tanken und Alltag. Die Einnahmen fließen zwar formal in den Klima- und Transformationsfonds, aber genau daraus wird ein wachsender Transformationsstaat finanziert, der ohne diese Mittel kaum tragfähig wäre. Damit wird CO₂ praktisch zu einer dauerhaften Finanzierungsquelle für politische Projekte, während Bürger und Betriebe die Rechnung zahlen. [2] [3] [4]

Eine Volkswirtschaft in der Krise kann nicht dadurch gesunden, dass man Energie verteuert und die Schäden anschließend mit Förderprogrammen und Sondermitteln überdeckt. Das ist keine solide Ordnungspolitik, sondern eine Milchmädchenrechnung. Sie funktioniert nur so lange, wie noch genug Leistungsträger da sind, die zahlen können. [8] [9] [10]

Der ewige Ausnahmezustand als Machtinstrument

Die Forderung nach einem internationalen Klima-Gesundheitsnotstand zeigt, wohin die Reise gehen soll. Aus jeder politischen Herausforderung wird eine Krise, aus jeder Krise ein Notstand, und aus jedem Notstand folgt der Ruf nach mehr Macht, mehr Eingriffen und weniger demokratischer Normalität. Genau diese Entwicklung haben viele Bürger in der Coronazeit erlebt.

Wenn jetzt erneut mit Gesundheit, Angst und internationaler Koordination argumentiert wird, müssen alle Alarmglocken schrillen. Gesundheitspolitik darf nicht als Hebel dienen, um Klimaideologie gegen Bürger, Wirtschaft und nationale Souveränität durchzusetzen. Der Staat ist nicht dafür da, die Menschen dauerhaft in Angst zu halten. Er soll Freiheit, Wohlstand und Sicherheit schützen.

Was wir von der AfD im Bundestag beantragt haben

Wir von der AfD haben diese Fehlentwicklung im Bundestag nicht nur kritisiert, sondern konkrete Gegenanträge eingebracht. Dazu gehört der Antrag, die CO₂-Bepreisung abzuschaffen, statt sie weiter zu erhöhen. Die AfD-Fraktion forderte ausdrücklich, das Brennstoffemissionshandelsgesetz und das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz vollständig und ersatzlos zu streichen sowie damit verbundene EU-Vorgaben wie den Green Deal und den CO₂-Grenzausgleich zu beenden. [19] [20] [21]

Ebenso hat die AfD im Bundestag die Aufhebung des sogenannten Heizungsgesetzes beantragt. In der Drucksache 20/14031 wurde gefordert, die seit dem 1. Januar 2024 geltende Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes wieder außer Kraft zu setzen. Das ist kein Randthema, sondern eine direkte Reaktion auf die reale Verunsicherung von Eigentümern, Mietern und Handwerk. [22] [23]

Darüber hinaus fordert die AfD-Fraktion eine krisenfeste und kostengünstige Energieversorgung, das Ende zentraler Verteuerungsmaßnahmen und eine Rücknahme wesentlicher Elemente der bisherigen Energiewende. Im Deutschlandplan wird dieser Kurs offen beschrieben: CO₂-Bepreisung streichen, Energiekosten senken, Kernkraft und Technologieoffenheit stärken, Regulierungsdruck zurückfahren. [24] [25] [26]

Warum nur ein echter Kurswechsel hilft

Ein echtes Umsteuern wird es mit CDU und SPD nicht geben. Beide Parteien sind Teil desselben Systems aus CO₂-Verteuerung, Förderstaat, Sonderhaushalten und klimaideologischer Steuerung. Wer dieses Modell aufgebaut, verteidigt und immer weiter finanziert hat, wird es nicht aus eigener Kraft beenden. [5] [6] [7]

Wir von der AfD vertreten deshalb eine klare Position: Deutschland braucht keine kosmetischen Korrekturen, sondern einen politischen Richtungswechsel. Energie muss wieder bezahlbar werden. Mobilität darf nicht bestraft werden. Eigentum braucht Verlässlichkeit. Industrie braucht Wettbewerb statt Klima-Bürokratie. Und der Staat muss aufhören, wirtschaftliche Schäden mit immer neuen Subventionen zu überdecken. [19] [22] [25] [26]

Fazit

Die Bilanz deutscher Klima- und Umweltpolitik ist eindeutig: hohe Kosten, schwache Wirkung und eine wachsende Belastung für Bürger, Betriebe und Staatshaushalt. CDU und SPD haben ein Modell geschaffen, das Energie verteuert, Unsicherheit erzeugt und wirtschaftliche Stärke gegen ideologische Ziele eintauscht.

Der Vorstoß von Lauterbach und der WHO-Kommission zeigt nun, wie diese Politik international weitergedacht wird: Klima soll nicht mehr nur über Preise, Verbote und Förderprogramme gesteuert werden, sondern als Gesundheitsnotstand behandelt werden. Das wäre der nächste Schritt in Richtung dauerhafter Ausnahmezustand.

Wir von der AfD sagen deshalb klar: Schluss mit CO₂-Abzocke, Klima-Panik und politischer Bevormundung. Deutschland braucht bezahlbare Energie, wirtschaftliche Vernunft, nationale Souveränität und Freiheit statt immer neuer Notstandsdebatten. Nur ein echter Regierungsauftrag an die AfD kann diesen Kurs beenden.


Quellenverzeichnis

[1] Tagesschau: Warum Deutschlands Aufschwung 2026 kein Selbstläufer ist
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/konjunktur-deutschland-aufschwung-2026-100.html

[2] Finanztip: CO₂-Steuer / CO₂-Preis 2026 fürs Heizen und Tanken
https://www.finanztip.de/co2-steuer/

[3] BMUKN: Ab 2026 Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher trotz steigenden CO₂-Preises
https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/ab-2026-entlastungen-fuer-verbraucherinnen-und-verbraucher-trotz-steigen

[4] Bund der Steuerzahler: Darum steigt das Schuldenuhr-Tempo 2026 so rasant
https://www.steuerzahler.de/aktuelles/detail/darum-steigt-das-schuldenuhr-tempo-2026-so-rasant/

[5] Koalitionsvertrag CDU/CSU und SPD
https://www.bundestag.de/resource/blob/194886/696f36f795961df200fb27fb6803d83e/koalitionsvertrag-data.pdf

[6] SPD: Koalitionsvertrag 2025
https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag2025_bf.pdf

[7] Tagesschau: Was sich Union und SPD vorgenommen haben
https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl-koalitionsvertrag-cdu-csu-spd-100.html

[8] Hans-Böckler-Stiftung: Wirtschaftspolitik 2026 – Deutschlands industriellen Kern erhalten
https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-ausblick-deutschlands-wirtschaftspolitik-2026-74069.htm

[9] Spiegel: IW senkt Konjunkturprognose für 2026 deutlich
https://www.spiegel.de/wirtschaft/wirtschaft-in-deutschland-iw-senkt-konjunkturprognose-fuer-2026-deutlich-a-e044176b-604d-477d-83cf-f2aa2b8e6f24

[10] Deutschlandfunk: IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft
https://www.deutschlandfunk.de/iwf-rechnet-mit-staerkerem-wachstum-der-deutschen-wirtschaft-100.html

[11] Focus: Expertengruppe um Lauterbach fordert globalen Klima-Notstand
https://www.focus.de/earth/expertengruppe-um-lauterbach-fordert-globalen-klima-notstand_8be04e8d-8839-4ed2-88b3-c92bf64ba5ef.html

[12] WHO Europe: Climate change is a health crisis – and fixing it is a health opportunity
https://www.who.int/europe/news/item/17-05-2026-climate-change-is-a-health-crisis—and-fixing-it-is-a-health-opportunity

[13] WHO Europe: Pan-European Commission on Climate and Health – Call to Action
https://www.who.int/europe/publications/m/item/pan-european-commission-on-climate-and-health–call-to-action

[14] ZEIT: Kommission – WHO sollte Notstand wegen Klimakrise ausrufen
https://www.zeit.de/news/2026-05/17/kommission-who-sollte-notstand-wegen-klimakrise-ausrufen

[15] Cicero: Die Forderung nach dem Klima-Notfall ist gefährlich
https://www.cicero.de/innenpolitik/weltgesundheitsorganisation-lauterbach-klima-notfall

[16] ZEIT: Heizungsgesetz – Der Hammer
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-02/heizungsgesetz-eckpunkte-bundesregierung-reform-65-prozent-regel

[17] Frankfurter Rundschau: Neues Heizungsgesetz schon wieder in der Kritik
https://www.fr.de/wirtschaft/giftpille-die-die-kosten-weiter-erhoeht-das-bedeutet-das-neue-heizungsgesetz-fuer-verbraucher-zr-94756632.html

[18] taz: Reform des Heizungsgesetzes – Aus allen Ecken kommt Kritik
https://taz.de/Reform-des-Heizungsgesetzes-Aus-allen-Ecken-kommt-Kritik/!6157912/

[19] Bundestag: AfD-Fraktion will CO₂-Bepreisung abschaffen
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-980406

[20] Bundestag: Antrag zur Abschaffung der CO₂-Bepreisung stößt auf breite Kritik
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw21-de-co2-bepreisung-1067410

[21] Bundestag: AfD fordert Abschaffung der nationalen CO₂-Bepreisung
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1156398

[22] Bundestag: Antrag auf Aufhebung des Heizungsgesetzes
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw49-de-heizungsgesetz-1032686

[23] Bundestag: AfD dringt auf Rücknahme des Heizungsgesetzes
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1033010

[24] Bundestag: Krisenfeste und kostengünstige Energieversorgung Deutschlands
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw41-de-energieversorgung-1020994

[25] AfD-Bundestagsfraktion: Deutschlandplan
https://afdbundestag.de/deutschlandplan/

[26] AfD: Energie | Umwelt | Klima
https://www.afd.de/energie-umwelt-klima/

Alles Gute zum Schulanfang wünscht euch Lars Schieske.

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