Die Union und die Glaubwürdigkeitsfalle – eine Bilanz

Es gibt in der Politik einen Unterschied zwischen einer Kurskorrektur und einem Kursabbruch. Eine Kurskorrektur ist legitim, weil sie auf neue Erkenntnisse, veränderte Umstände oder bessere Argumente reagiert. Ein Kursabbruch hingegen ist das, was die Union gerade vollzieht: Sie gibt zentrale Positionen auf, nicht weil sich die Realität verändert hat, sondern weil der Koalitionspartner drückt, mal wieder.

Das ist kein Pragmatismus, sondern das Gegenteil davon.

Drei Widersprüche, die sich nicht wegdiskutieren lassen

Widerspruch eins: Grenzkontrollen verschärfen und Anreize erhöhen

Die Bundesregierung hat in den ersten Monaten ihrer Amtszeit die Grenzkontrollen ausgebaut und Zurückweisungen durchgesetzt, mit mäßigem Erfolg und eher als Symbolpolitik, denn die Botschaft sollte klar sein: Deutschland kontrolliert wieder, wer hereinkommt.

Gleichzeitig plant Innenminister Dobrindt, Asylbewerbern bereits nach drei Monaten eine Arbeitserlaubnis zu erteilen, unabhängig von der Bleibeperspektive.

Das ist kein Widerspruch am Rand, sondern ein Widerspruch im Kern, denn wer an der Grenze abweist und gleichzeitig im Inland frühen Arbeitsmarktzugang verspricht, schickt zwei entgegengesetzte Signale: Das eine sagt, komm nicht, das andere sagt, wenn du es schaffst, lohnt es sich.

In der Migrationsforschung ist gut belegt, dass Anreize im Zielland eine der stärksten Triebkräfte von Migrationsbewegungen sind, und man muss kein Akademiker sein, um das zu verstehen.

Widerspruch zwei: GEAS unterstützen und gleichzeitig untergraben

Das Gemeinsame Europäische Asylsystem ist das ambitionierteste Projekt zur gesamteuropäischen Steuerung irregulärer Migration seit Jahrzehnten. Sein Kernziel besteht darin, dass Menschen mit geringer Bleibeperspektive gar nicht erst bis in die Kernländer der EU gelangen, sondern Verfahren an der Außengrenze durchlaufen, bei klaren Zuständigkeiten und konsequenter Rückführung.

Die Union unterstützt das GEAS auf europäischer Ebene, in Brüssel und in Pressemitteilungen, schafft jedoch auf nationaler Ebene genau den Anreiz, der dieses System unterläuft, nämlich reguläre Arbeit in Deutschland, erreichbar nach drei Monaten, ohne Rücksicht auf den Ausgang des Asylverfahrens.

Wer das GEAS ernst nimmt, darf auf nationaler Ebene nicht das Gegenteil tun, denn Glaubwürdigkeit in der Europapolitik beginnt mit Konsistenz im eigenen Land.

Widerspruch drei: Abschiebung als Druckmittel, aber ohne Konsequenz

Die Abschiebeflüge nach Afghanistan hatten vor allem symbolischen Charakter und wurden entsprechend öffentlichkeitswirksam inszeniert, weshalb Abschiebung als gelegentliches Signal keine Politik ist, sondern Theater.

Solange Verfahren im Schnitt neun Monate dauern, solange abgelehnte Bewerber durch systemische Klagemöglichkeiten den Vollzug jahrelang hinauszögern können und solange Kettenduldungen der Regelfall sind, bleibt die Abschiebung das, was sie bisher war: eine Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Eine Regierung, die das weiß und trotzdem nicht an diesen Strukturen ansetzt, hat kein Glaubwürdigkeitsproblem mit dem politischen Gegner, sondern mit der Realität.

Was stattdessen zu tun wäre

Keine der folgenden Forderungen ist neu und keine ist utopisch, sie scheitern nicht an fehlenden Ideen, sondern an fehlendem politischen Willen.

GEAS konsequent national umsetzen

Europa hat sich auf ein System geeinigt, und Deutschland muss es nicht nur unterschreiben, sondern vorleben.

Das bedeutet konkret, dass es keine nationalen Sonderregelungen geben darf, die Weiterwanderungsanreize schaffen, denn wer in einem anderen EU-Land registriert wurde, wird dorthin zurückgeführt, ohne Ausnahme und ohne jahrelangen Rechtsstreit.

Die Dublin-Regeln gelten entweder oder sie gelten nicht, ein Mittelweg macht das System kaputt.

Gleichzeitig muss Deutschland europäische Partner aktiv drängen, die Außengrenzverfahren zu implementieren, das heißt durch finanzielle Unterstützung für Griechenland, Bulgarien und Italien, nicht als Almosen, sondern als strategische Investition in die eigene Entlastung.

Wer bereits an der EU-Außengrenze einen ablehnenden Bescheid erhält, hat weder Grund noch rechtliche Möglichkeit, bis nach Deutschland weiterzureisen, und muss dort auch nicht abgeschoben werden, weshalb Abschiebung strukturell verankert und nicht episodisch inszeniert werden sollte.

Abschiebung strukturell verankern, nicht episodisch inszenieren

Wer abgelehnte Asylbewerber ernsthaft rückführen will, braucht schnelle Verfahren, funktionierende Rücknahmeabkommen und einen Rechtsstaat, der Urteile vollzieht.

Verfahrensbeschleunigung ist der wichtigste Hebel, nicht weil Schnelligkeit Gerechtigkeit ersetzt, sondern weil lange Verfahren Integration sabotieren für jene, die bleiben dürfen, und den Vollzug unmöglich machen für jene, die es nicht dürfen.

Das ist keine Kritik an den Betroffenen, sondern eine Kritik an einem System, das diese Situation systematisch produziert.

Viele Herkunftsländer weigern sich, abgelehnte Asylbewerber zurückzunehmen, weil sie wissen, dass Deutschland sie nicht zwingt, und genau das muss sich ändern.

Deutschland verfügt über handfeste Druckmittel wie Entwicklungshilfe, Visa für deren Bürger und Handelsvorteile, sodass gelten muss: Wer nicht kooperiert, bekommt weniger davon, wer kooperiert, wird belohnt.

Diese Konditionen müssen endlich systematisch und konsequent angewendet werden, nicht als Drohung, sondern als normales außenpolitisches Instrument, das andere Länder längst selbstverständlich nutzen.

Eine Entscheidung, die nicht vertagt werden kann

Die Union steht vor einer Entscheidung, die sie nicht aussitzen kann, denn entweder sie begreift Migrationspolitik als Systemfrage mit europäischer Architektur, nationalem Vollzug und struktureller Konsequenz, oder sie verwaltet das Thema weiter mit symbolischen Gesten und taktischen Kompromissen.

Keine deutsche Fahne bei den Paralympics – wenn Sportverbände Politik machen

Kurz vor Beginn der Paralympischen Spiele sorgt eine Entscheidung des Deutschen Behindertensportverbandes für massive Kritik. Das deutsche Team wird bei der Eröffnungsfeier nicht am Einmarsch der Nationen teilnehmen und keine deutsche Fahne tragen. Hintergrund ist die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, auch Athleten aus Russland und Belarus wieder unter ihrer Nationalflagge starten zu lassen.

Wie unter anderem die Wochenzeitung Junge Freiheit berichtet, will der Verband damit ein politisches Zeichen setzen und Solidarität mit der Ukraine ausdrücken. Deshalb verzichtet das deutsche Paralympics-Team auf die traditionelle Athletenparade der Nationen bei der Eröffnungsfeier. [1]

Sportler werden für Symbolpolitik benutzt

Diese Entscheidung wirft eine grundsätzliche Frage auf. Wessen Interessen vertreten Sportverbände eigentlich?

Unsere Athleten trainieren jahrelang, teilweise ihr ganzes Leben, um an Olympischen oder Paralympischen Spielen teilnehmen zu können. Für viele ist es der Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere, ihr Land zu repräsentieren, mit Flagge und Nationalfarben.

Nun wird ihnen genau das genommen. Nicht aus sportlichen Gründen, sondern wegen politischer Symbolpolitik.

Der Verband erklärt, man wolle Solidarität mit einem anderen Land zeigen. Doch die Aufgabe eines deutschen Sportverbandes sollte es sein, hinter den eigenen Sportlern zu stehen. Es kann nicht die Aufgabe sein, internationale politische Konflikte auf dem Rücken der Athleten auszutragen.

Politisierung im Behindertensport

Besonders irritierend ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund anderer Entscheidungen des Verbandes. Der Behindertensportverband hat in der Vergangenheit sogar politische Ausschlüsse gegenüber der AfD vorgenommen. Das zeigt deutlich, wie stark Teile des organisierten Sports inzwischen politisiert sind.

Dabei müsste gerade der Behindertensport eigentlich eines sein. Verbindend, überparteilich und im Dienst der Athleten.

Unterstützung für den Behindertensport wurde abgelehnt

Umso unverständlicher ist diese Haltung, wenn man sich die Realität in der Politik anschaut. In den Haushaltsverhandlungen haben wir mehrfach Anträge eingebracht, um den Behindertensport finanziell deutlich stärker zu unterstützen.

Diese Vorschläge hätten den Sportlern konkret geholfen. Bessere Trainingsbedingungen, mehr Förderung und bessere Strukturen wären möglich gewesen.

Doch genau diese Anträge wurden abgelehnt.

Stattdessen erleben wir nun moralische Symbolpolitik. Während reale Unterstützung für den Behindertensport offenbar keine Priorität hat.

Ein grundlegendes Problem

Der aktuelle Vorgang zeigt ein grundsätzliches Problem. Sportverbände entfernen sich immer stärker von ihrem eigentlichen Auftrag.

Ihr Auftrag sollte sein, die Athleten zu unterstützen.
Ihr Auftrag sollte sein, ihre Interessen zu vertreten.
Ihr Auftrag sollte sein, den Sport zu fördern.
Ihr Auftrag sollte sein, Politik aus dem Sport herauszuhalten.

Wenn stattdessen politische Botschaften wichtiger werden als die eigenen Sportler, läuft etwas grundlegend falsch.

Gerade Athleten, die trotz körperlicher Einschränkungen Höchstleistungen bringen und jahrelang auf diesen Moment hinarbeiten, verdienen Respekt. Sie verdienen auch die Möglichkeit, ihr Land mit Stolz zu vertreten.

Mein Fazit

Die Entscheidung, bei den Paralympics ohne deutsche Fahne aufzutreten, ist ein falsches Signal. Sie trifft nicht diejenigen, gegen die sie gerichtet sein soll. Sie trifft vor allem unsere eigenen Sportler.

Sportverbände sollten sich wieder auf ihre Kernaufgabe besinnen. Den Sport und die Athleten in den Mittelpunkt zu stellen und politische Symbolpolitik zu vermeiden.

Quelle

[1] https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2026/boykott-keine-deutsche-fahne-bei-den-paralympics/

Zwischen Völkerrecht und Ölpreis: Wer die Rechnung wirklich bezahlt

Wer die Rechnung wirklich bezahl - Lars-Schieske Fokusbeitrag

Ich stand Montag an der Zapfsäule, um Diesel zu tanken. Am Morgen lag der Preis noch bei 1,76 Euro pro Liter. Am Abend zeigte die Anzeigetafel 1,89 Euro. Innerhalb weniger Stunden. Kein neues Gesetz, keine neue Steuer, sondern geopolitische Eskalation. In solchen Momenten wird deutlich, wie sensibel unser Energiesystem reagiert. Ein militärischer Schlag tausende Kilometer entfernt und hier schnellen die Preise nach oben.

Die jüngsten Angriffe der USA und Israels auf iranisches Territorium sind völkerrechtlich hoch problematisch. Ohne Mandat des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und ohne klar belegbaren Verteidigungsfall stehen solche Militäraktionen im Widerspruch zum Gewaltverbot der UN Charta. Wer internationale Regeln einfordert, muss sie selbst beachten. Andernfalls verliert das System kollektiver Sicherheit an Glaubwürdigkeit.

Die wirtschaftlichen Folgen zeigen sich sofort. Die Straße von Hormus ist eine zentrale Energieroute der Welt. Ein erheblicher Anteil des globalen Öl und LNG Handels passiert diese Meerenge. Bereits die Drohung einer Blockade lässt Märkte nervös reagieren, Ölpreise steigen innerhalb kürzester Zeit [1]. Weil Energiepreise global gebildet werden, betrifft das auch Europa, selbst wenn die direkten Importmengen aus der Region begrenzt sind.

Die Straße von Hormus als strategischer Engpass

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Täglich passieren Tanker mit Millionen Barrel Rohöl diese Passage. Jede militärische Eskalation in dieser Region hat unmittelbare Auswirkungen auf den Weltmarkt.

Das ADAC Preisdiagramm dokumentiert seit Jahren, wie stark internationale Spannungen auf die Kraftstoffpreise durchschlagen [2]. Hinzu kommt die Struktur des Endpreises. Energiesteuer, Mehrwertsteuer und CO₂ Abgabe machen einen erheblichen Anteil aus [3]. Steigt der Rohölpreis, steigt automatisch auch die Mehrwertsteuer. Für Verbraucher bedeutet das eine zusätzliche Belastung.

Historische Dimension

Die Beziehungen zwischen dem Iran und westlichen Staaten sind historisch belastet. Der Sturz von Premierminister Mohammad Mossadegh im Jahr 1953 im Rahmen der Operation Ajax durch CIA und MI6 gilt als prägendes Ereignis [1]. Die folgende Herrschaft des Schahs und die Revolution von 1979 haben das politische Klima dauerhaft verändert.

Diese historische Einordnung rechtfertigt keine Repression im Inneren Irans. Sie erklärt jedoch, warum militärische Interventionen von außen in der Region besonders sensibel wahrgenommen werden. Regimewechsel von außen haben selten stabile Verhältnisse geschaffen.

Völkerrechtliche Bewertung

Das Gewaltverbot der UN Charta ist eindeutig. Militärische Gewalt ist grundsätzlich nur bei einem Mandat des Sicherheitsrates oder im Fall unmittelbarer Selbstverteidigung zulässig. Präventivschläge ohne akute Bedrohungslage bewegen sich außerhalb dieses Rahmens. Wer dieses Prinzip unterläuft, schwächt die internationale Ordnung.

Kritik an einem völkerrechtswidrigen Angriff bedeutet nicht, autoritäre Strukturen zu verteidigen. Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit bleiben universelle Maßstäbe. Doch ihre Durchsetzung kann nicht selektiv erfolgen und nicht durch militärische Alleingänge ohne internationale Legitimation.

Ökonomische Auswirkungen

Sobald Märkte mit einer Ausweitung des Konflikts rechnen, reagieren sie. Öl verteuert sich, Gaspreise folgen, Spekulation verstärkt die Ausschläge [1]. Energieintensive Industrien sehen steigende Produktionskosten. Verbraucher zahlen höhere Heiz und Mobilitätskosten. Der Inflationsdruck nimmt zu.

Die Eskalation am Golf ist deshalb nicht nur eine regionale Sicherheitsfrage. Sie betrifft wirtschaftliche Stabilität in Europa unmittelbar. Militärisches Handeln hat globale Nebenwirkungen, die politisch einkalkuliert werden müssen.

Fazit

Völkerrechtswidrige Angriffe untergraben die internationale Ordnung. Sie destabilisieren Energiemärkte, verschärfen geopolitische Spannungen und treffen am Ende die Zivilbevölkerung, sowohl in der Region als auch in Importländern wie Deutschland.

Energiepolitik ist Machtpolitik. Macht ohne rechtliche Grundlage führt zu Instabilität. Wer Frieden, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität sichern will, muss das Gewaltverbot ernst nehmen und staatliche Souveränität respektieren.

Quellenverzeichnis

[1] Focus Online: Eskalation in Nahost – das ändert sich bei Öl und Gas
https://www.focus.de/finanzen/eskalation-in-nahost-das-aendert-sich-bei-oel-und-gas_6ee2b09d-d7da-468c-b41a-0594d416208a.html

[2] ADAC: Kraftstoffpreisentwicklung in Deutschland
https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/deutschland/kraftstoffpreisentwicklung/

[3] ADAC: 7 Fragen zum Benzinpreis
https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/tipps-zum-tanken/7-fragen-zum-benzinpreis/

Hey! Die Sportmilliarde kommt! Nur leider als Rechnung.

Endlich gute Nachrichten für den deutschen Sport!
Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Sportvereine müssen Umsatzsteuer zahlen.

Ja, richtig gelesen. Die 86.000 Vereine mit ihren 29,3 Millionen Mitgliedern dürfen sich freuen. Aus dem Ehrenamt wird jetzt ein steuerlich sauber durchstrukturierter Wirtschaftsbetrieb. Der Breitensport? Ein ganz normaler Umsatzträger.

„Steuerbar“, nennen es die Richter in München.

Was für ein Wort. Steuerbar klingt fast wie planbar. Oder lenkbar. Oder melkbar.

Wie alles begann

Der Hintergrund ist herrlich absurd: Ein Verein wollte freiwillig Umsatzsteuer zahlen, um beim Bau eines Kunstrasenplatzes mehr Vorsteuer abziehen zu können. Das Finanzamt sagte: Nein, ihr seid befreit. Der Verein klagte. Der Bundesfinanzhof sagte nun: Doch, steuerpflichtig. Und nebenbei bescheinigte er den Finanzämtern eine „rechtswidrige Verwaltungspraxis“.

Man muss sich das vorstellen:
Seit Jahren ignoriert die Politik höchstrichterliche Urteile. Schon 2022 entschied der BFH, dass Mitgliedsbeiträge steuerbar sind. Die damalige Bundesregierung tat – nichts. Jetzt wird es wieder bestätigt. Und plötzlich könnte es ernst werden.

Die Dimensionen: Keine Kleinigkeit

Die Auswirkungen? Kleinigkeit.

86.000 Vereine.
29,3 Millionen Mitglieder.
Milliardenumsätze.

Allein die umsatzsteuerpflichtigen Sportvereine erwirtschafteten laut Statistischem Bundesamt schon 2017 rund 5,7 Milliarden Euro. Hochgerechnet bewegt sich der Sport als Wirtschaftsfaktor in Deutschland in Dimensionen von rund 20 Milliarden Euro.

Und jetzt kommt die Sportmilliarde.
Nicht als Förderung.
Als Steuerbescheid.

Bei einem Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro netto bedeutet dies ganz schnell eine Umsatzsteuer von über 1 Milliarde Euro. Bei einem gutmütig geschätzten Umsatz von 20 Milliarden Euro geht da also einiges!

Die große Wertschätzung für den Breitensport

Dabei predigt die Politik seit Jahren, wie wichtig der Breitensport sei. Für Integration. Für Prävention. Für Gesundheit. Für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ehrenamtlich engagierte Trainer und Betreuer sparen dem Gesundheitssystem Millionen. Vereine schaffen Arbeitsplätze. Sie halten Innenstädte lebendig. Sie sind oft das letzte soziale Netz im ländlichen Raum.

Und was ist die Antwort? Umsatzsteuer.

Natürlich kann man argumentieren: Es geht um Rechtsklarheit. Um EU-Recht. Um Wettbewerbsneutralität. Alles korrekt. Aber dann muss die Politik auch liefern. Der Bundesfinanzhof hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber das Umsatzsteuergesetz ändern könnte, wenn das Steuerprivileg gewollt ist. Könnte. Das Wort passt perfekt in diese Zeit.

Die neue Sportförderung 2026

Während man über Sportförderprogramme und „Sportmilliarden“ diskutiert, sorgt man gleichzeitig dafür, dass Vereine finanziell stärker belastet werden. Die Ehrenamtlichen, die heute schon Formulare, Datenschutz, Sicherheitsauflagen und Dokumentationspflichten stemmen, dürfen sich künftig womöglich auch noch mit Umsatzsteuerfragen beschäftigen.

Das ist die neue Sportförderung 2026:

Mehr Bürokratie.
Mehr Steuerrecht.
Mehr Unsicherheit.

Und am Ende zahlen es nicht die Funktionäre. Sondern die Mitglieder. Die Kinder im Fußballverein. Die Senioren im Turnkurs. Die Eltern im Schwimmtraining.

Vielleicht. Oder eben nicht.

Natürlich kann man sagen: Vielleicht wird der Gesetzgeber reagieren. Vielleicht wird eine saubere Lösung geschaffen. Vielleicht bleibt alles wie bisher. Vielleicht. Bis dahin bleibt vor allem eine Erkenntnis: Der Staat entdeckt im Ehrenamt immer häufiger einen Einnahmeposten.

Unsere Haltung als AfD

Wir als AfD werden uns auf Bundesebene für eine klare Gesetzesänderung einsetzen. Wir werden entsprechende Anträge einbringen, um Rechtssicherheit zu schaffen und den Breitensport dauerhaft von zusätzlicher Umsatzsteuerbelastung zu befreien.

Und wir hoffen, dass die Kartellparteien dem zustimmen. Denn hier geht es nicht um Parteitaktik. Es geht nicht um ideologische Grabenkämpfe.

Es geht um unseren Breitensport.
Es geht um 86.000 Vereine.
Es geht um 29,3 Millionen Mitglieder.
Es geht um jeden einzelnen Sportler.

Fazit

Hey! Die Sportmilliarde kommt!
Nur leider nicht auf das Konto der Vereine.

Sondern vom Konto der Vereine.

Und überlegt euch gut, wo ihr bei den nächsten Wahlen euer Kreuz macht.

Quelle:

Hammer-Urteil in München: Sportvereine müssen Umsatzsteuer zahlen | Politik | BILD.de

Winterspiele ohne Wintersport? Ein Angriff auf die Tradition!

Winterspiele ohne Wintersport? Ein Angriff auf die Tradition!

Die Diskussion um eine mögliche Streichung von klassischen Wintersportarten aus dem olympischen Programm hat viele Fans und Sportler aufgeschreckt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Gerüchte zwar offiziell zurückgewiesen und bestätigt, dass Disziplinen wie Biathlon, Bob, Curling, Eishockey, Rodeln, Eislauf und Ski weiterhin Teil der Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich bleiben werden. Doch die Debatte um eine mögliche Vermischung von Sommer- und Wintersportarten bleibt bestehen.

Die IOC-Arbeitsgruppe prüft aktuell eine grundlegende Neuordnung des Programms, die nicht nur Disziplinen und Quoten betrifft, sondern auch eine mögliche Verschiebung von Hallensportarten vom Sommer in den Winter. Besonders die Nordische Kombination steht auf der Kippe, was die Frage aufwirft, wie die Zukunft der Winterspiele aussehen könnte. Diese Diskussion wirft einen Schatten auf die vergangenen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina, bei denen Deutschland eindrucksvoll demonstriert hat, was klassische Wintersportarten bedeuten.

Die Erfolge der deutschen Athleten in Mailand und Cortina sind beeindruckend: Gold im Rodeln durch Julia Taubitz und Max Langenhan, Dominanz im Bob mit Johannes Lochner und Laura Nolte, sowie der emotionale Höhepunkt im Skispringen durch Philipp Raimund. Diese Leistungen sind das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit und einer tief verankerten Wintersportkultur. Bobbahnen, Eiskanäle und Skisprungschanzen sind mehr als nur Sportstätten – sie sind Symbole für Tradition und sportliche Exzellenz.

Wenn das IOC nun über eine programmatische Durchmischung von Sommer- und Winterdisziplinen nachdenkt, stellt sich die grundlegende Frage: Was sind die Winterspiele noch wert, wenn ihr Kern verwässert wird? Olympische Winterspiele leben von Schnee, Eis und alpiner Herausforderung. Sie sind Disziplinen vorbehalten, die nur unter winterlichen Bedingungen möglich sind. Eine Verwässerung dieses Profils würde die Einzigartigkeit und den traditionellen Wert der Winterspiele gefährden.

Mein Fazit

Die Olympischen Winterspiele dürfen nicht zu einem Experimentierfeld werden, das Tradition gegen Trend eintauscht. Die Winterspiele müssen Winterspiele bleiben. Alles andere wäre ein Bruch mit ihrer eigenen Geschichte und würde die Identität dieser einzigartigen Sportveranstaltung gefährden.

Quellenangaben

Energiepolitik im Blindflug: Die Lausitz im Visier Berlins

Energiepolitik im Blindflug Die Lausitz im Visier Berlins 3

Energiepolitik im Blindflug: Die Lausitz im Visier Berlins

Die Energiepolitik der Bundesregierung steht erneut im Zentrum der Kritik, und diesmal trifft es die Lausitz besonders hart. Während in Berlin über Marktmachtberichte diskutiert wird, stellt sich in der Lausitz die Frage: Wer trägt am Ende die Folgen einer ideologisch getriebenen Energiepolitik? Das Bundeskartellamt hat die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) ins Visier genommen, weil der Rückgang steuerbarer Kraftwerkskapazitäten die Marktmacht großer Stromerzeuger wie RWE, EnBW und eben auch der Leag erhöht habe. In über fünf Prozent der Viertelstunden sei die Leag „pivotal“ gewesen – also unverzichtbar für die Stromversorgung.

Die Rolle der Bundesregierung

Wer hat die steuerbaren Kapazitäten vom Netz genommen? Wer hat Kernkraftwerke abgeschaltet und treibt den Kohleausstieg voran? Die Antwort ist klar: Es war die Bundesregierung. Diese politischen Entscheidungen haben dazu geführt, dass die Unternehmen, die noch gesicherte Leistung bereitstellen, an Bedeutung gewonnen haben. Das ist keine Überraschung, sondern die logische Folge einer Verknappung des Angebots, die automatisch die verbleibenden Anbieter stärkt.

Besonders bemerkenswert ist, dass das Bundeskartellamt ausdrücklich keine missbräuchliche Kapazitätszurückhaltung festgestellt hat. Die Preisspitzen während der Dunkelflaute im Winter 2024 seien Folge von Knappheit gewesen – nicht von Marktmissbrauch. Das Problem ist also nicht das Verhalten der Leag, sondern die Energiepolitik.

Die Bedeutung der Braunkohlekraftwerke

Die Braunkohlekraftwerke in Jänschwalde, Schwarze Pumpe, Boxberg und Lippendorf sind Auslaufmodelle, doch sie liefern in Zeiten ohne Wind und Sonne gesicherte Leistung. Gerade in Dunkelflauten zeigt sich, wie wichtig regelbare Kraftwerke weiterhin sind. Nun plant die Bundesregierung den Bau neuer Gaskraftwerke und denkt über zusätzliche Regulierungen nach, um die vermeintliche Marktmacht großer Versorger zu begrenzen. Gleichzeitig wird der sogenannte „Südbonus“ diskutiert, mit dem der Bau neuer Kapazitäten in Süddeutschland besonders gefördert werden soll.

Folgen für die Lausitz

Für die Lausitz ist das ein Alarmsignal. Wenn gesteuerte Leistung künftig vor allem im Süden aufgebaut wird, droht im Osten ein schleichender Kahlschlag. Nach dem Kohleausstieg verliert die Region nicht nur Kraftwerke, sondern womöglich auch die Chance auf neue gesicherte Kapazitäten. Damit geht es nicht nur um Strompreise, sondern um industrielle Perspektiven und Strukturentwicklung. Die Leag plant zwar Investitionen in erneuerbare Energien und H₂-ready-Gaskraftwerke, doch diese Transformation braucht verlässliche Rahmenbedingungen – keine politischen Experimente.

Mein Fazit

Die Energiepolitik der Bundesregierung ist ideologisch getrieben und schadet der Lausitz nachhaltig. Der Strukturwandel wird zum energiepolitischen Kollateralschaden, der nicht nur die regionale Wirtschaft bedroht, sondern auch das Vertrauen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Wer Versorgungssicherheit will, darf nicht gleichzeitig die Unternehmen unter Generalverdacht stellen, die sie heute noch gewährleisten. Energiepolitik braucht Realitätssinn statt ideologischer Schlagseite.

Quellenangaben
  1. Bundeskartellamt – Startseite

    Bundeskartellamt

  2. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz – Startseite

    Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

  3. Tagesschau – Startseite

    Tagesschau

  4. Der Spiegel – Startseite

    Der Spiegel

  5. AfD Bundestagswahlprogramm 2025

    AfD

Renten-Irrsinn: CDU will dich bis 70 schuften lassen!

CDU will Rente mit 70

Rente mit 70? Die Merz-Regierung treibt die Rentner in die Knie – AfD sagt: Nein!

Liebe Rentner, liebe arbeitenden Bürger, gestern versammelte sich die sogenannte Rentenkommission der Merz-Regierung zu einem Treffen, das Millionen Deutsche in Angst und Schrecken versetzt. Die Experten unter Leitung von Sozialrechtsprofessorin Constanze Janda (Universität Speyer) beraten nun konkret über eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Merz-Regierung plant, Sie bis ins hohe Alter schuften zu lassen! (1) (2)

Was plant die Rentenkommission heute? Keine echten Ergebnisse – nur der Anfang vom Ende der Rente

Die Kommission, im Januar 2026 vom Kabinett eingesetzt, hat den Auftrag, bis Mitte 2026 Vorschläge für eine grundlegende Reform der Altersvorsorge zu liefern. Das Treffen am 23. Februar: Es geht um die Ausweitung des Rentenalters auf 70 Jahre, inklusive „sehr großzügiger finanzieller Belohnungen“ für diejenigen, die freiwillig länger arbeiten. Konkret werden verschärfte Abschläge bei vorzeitiger Rente und Anreize für Längerarbeiter diskutiert. Eine Tabelle zeigt bereits, welche Jahrgänge zuerst betroffen wären – ab 2031 soll das Alter schrittweise steigen. (3)

Noch keine finalen Ergebnisse? Richtig! Die Kommission ist erst am Anfang. Erste Empfehlungen könnten bis Frühjahr 2026 kommen, aber die Richtung ist klar: Höheres Rentenalter, mehr Abhängigkeit von der Wirtschaft, weniger Sicherheit für Sie. Das 13-köpfige Gremium aus Professoren, Gewerkschaftlern und Wirtschaftsvertretern – darunter Berater von Friedrich Merz – entwirft eine Welt, in der Rentner bis 70 arbeiten müssen, um das System zu „retten“. (4)

Diese Pläne sind ein Schock für Millionen: Wer körperlich schuftet, soll bis ins Grab arbeiten? Die Regierung ignoriert die Demografie, die Überlastung durch Masseneinwanderung und explodierende Ausgaben – stattdessen: Mehr Arbeit für die Älteren!

Die AfD-Position: Faire Rente sichern – Regelaltersgrenze bei 67, abschlagsfrei nach 45 Jahren!

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ein klares, solidarisches Rentenkonzept, das die Bürger schützt und nicht ausbeutet:

  • Keine Anhebung über 67 Jahre hinaus
    • Wir lehnen jede Erhöhung der Regelaltersgrenze ab und fordern die Sicherung bei 67 Jahren.
  • Abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren
    • Wer 45 Jahre gearbeitet und eingezahlt hat, geht ohne Abzüge in Rente – unabhängig vom Alter (auch ab 60/63). Das ist sozial, fair und machbar!
  • Mehr Einzahler ins System
    • Politiker, Abgeordnete und Beamte müssen in die gesetzliche Rente einzahlen. Keine Sonderpensionen mehr für die Elite!
  • Rentenniveau stabilisieren:
    • Auf mindestens 70% des Nettogehalts anheben, finanziert durch Einsparungen bei Bürokratie, weniger Verbeamtung und Remigration unkalkulierbarer Kostenfaktoren. (5)

Die AfD hat das im Bundestag mehrfach eingebracht, z. B. mit Anträgen zur Modernisierung der privaten Altersvorsorge und Absicherung der Rente. Im Gegensatz zur Regierung, die Rentner nur ausbeutet, wollen wir entlasten! (6)

Vergleich mit Nachbarländern: Deutschland wird zum Rentensklaven – Nachbarn schützen ihre Bürger besser!

Schauen Sie sich die Nachbarländer an: Deutschland mit geplanten 70 Jahren würde zum absoluten Ausreißer! Während die Merz-Regierung Sie bis zur Erschöpfung arbeiten lässt, haben EU-Nachbarn faire Regelungen – oft niedrigere Altersgrenzen, höhere Rentenniveaus und echte Anreize statt Zwang. (7)

Österreich hat seit 2024 eine einheitliche Regelaltersgrenze von 65 Jahren für beide Geschlechter, ein effektives Rentenalter von rund 61 Jahren und ein beeindruckendes Rentenniveau von 74-87%. Besonders vorteilhaft sind abschlagsfreie Renten nach langen Beitragszeiten, wobei auch Beamte einbezogen werden – ein Modell, das in Debatten als Vorbild dient.

In Frankreich beträgt die Regelaltersgrenze 64 Jahre, das effektive Rentenalter liegt bei ca. 62 Jahren (für Männer), und das Rentenniveau bei 60-65% (teils bis 70%). Massive Proteste haben kürzlich eine Anhebung verhindert und faire Bedingungen durchgesetzt. (8)

Luxemburg punktet mit einer Regelaltersgrenze von 65 Jahren, niedrigem effektiven Alter und dem EU-top Rentenniveau von 89%. (9)

Zusammenfassend liegt Deutschland bereits jetzt bei einem der höchsten Rentenalter in Europa (67 Jahre), und eine mögliche Erhöhung auf 70 würde es zum Ausreißer machen.

Mythos enttarnt: Die AfD will KEINE Rente ab 70 – das ist Lügenpropaganda!

Ein lächerliches Argument kursiert: „Die AfD will Rente ab 70!“ Faktencheck: Vollkommener Unsinn! Die AfD positioniert sich explizit gegen jede Anhebung und warnt vor genau solchen Plänen der Etablierten. Kritiker wie der DGB verdrehen unsere Forderung nach 45-jähriger Abschlagsfreiheit zu „länger arbeiten müssen“ – pure Desinformation, um von den echten Ausbeutern abzulenken.

Wahrheit: Unter AfD-Regierung hätten Sie früher und besser Rente! Die Lügen dienen nur dazu, uns zu diskreditieren. Schauen Sie sich unsere Anträge an: Wir sichern die Rente, die Regierung zerstört sie. (5), (6)

Fazit: AfD – Die Partei der Rentner! Wählen Sie Freiheit statt Knechtschaft

Während die Rentenkommission heute die Falle zuschnappt, kämpft die AfD für Ihre Rente. Die Merz-CDU/SPD will Milliarden sparen – auf Ihrem Rücken. Wir sagen: Hände weg von der Rente! Bei der nächsten Wahl: AfD wählen, um das Rente-Drama zu stoppen. (10)

 

Was denken Sie? Haben Sie Angst vor Rente mit 70? Möchten Sie mehr zu unserem Rentenkonzept wissen? Schreiben Sie mir!

Quellenverzeichnis:

(1) Alterssicherungskommission startet

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kabinett-rentenkommission-2399886

(2) Rente ab 70: Für diese Geburtsjahre wird es kritisch

https://www.merkur.de/wirtschaft/ab-70-fuer-diese-geburtsjahre-wird-es-kritisch-rente-zr-94173444.html#google_vignette

(3) Merz-Regierung denkt über Rente mit 70 nach: Tabelle zeigt, welche Jahrgänge betroffen wären

https://www.fr.de/verbraucher/waeren-merz-regierung-erwaegt-rente-mit-70-tabelle-zeigt-welche-jahrgaenge-betroffen-94181029.html#google_vignette

(4) Bis zum Frühjahr könnte Empfehlung vorliegen: Rentenkommission will offenbar über Rente mit 70 beraten

https://www.tagesspiegel.de/politik/bis-zum-fruhjahr-konnte-empfehlung-vorliegen-rentenkommission-will-offenbar-uber-rente-mit-70-beraten-15254230.html

(5) Regelaltersgrenze von 67 Jahren sichern und abschlagsfreie Rente nach 45 Arbeitsjahren einführen

https://afdbundestag.de/regelaltersgrenze-von-67-jahren-sichern-und-abschlagsfreie-rente-nach-45-arbeitsjahren-einfuehren/

(6) AfD gegen Anhebung des Rentenalters

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1115286

(7) Rente mit 70? Deutsche arbeiten länger und für weniger Geld als viele EU-Nachbarn

https://www.az-online.de/politik/deutsche-arbeiten-laenger-und-fuer-weniger-geld-rente-mit-70-im-eu-vergleich-zr-94172542.html#google_vignette

(8) Deutsche müssen besonders lange arbeiten

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/rente-eintrittsalter-deutschland-eu-vergleich-100.html

(9) Deutschlands Rente im internationalen Vergleich

https://growney.de/blog/deutschlands-rente-im-internationalen-vergleich

(10) Renten-Programm der AfD: Reform belastet Millionen Bürger

https://www.ruhr24.de/politik/afd-rente-programm-bundestagswahl-arbeitnehmer-buerger-steuern-beitraege-24k-praemie-rentenniveau-93561583.html

Operationsplan Deutschland – Sicherheit oder schleichende Eskalation?

Strategische Neuaufstellung seit dem Ende des Kalten Krieges

Der sogenannte Operationsplan Deutschland ist weit mehr als ein internes Strategiepapier der Bundeswehr. Er beschreibt den Einsatz der Streitkräfte in Frieden, Krise und Krieg, umfasst Heimatschutz und territoriale Verteidigung und ist vollständig in die NATO-Verteidigungsplanung eingebettet. Damit wird Deutschland nicht nur Teil eines Bündniskonzepts – sondern strategisch zum logistischen Kernraum des Bündnisses erklärt. Die Bundeswehr selbst spricht vom ersten umfassenden Verteidigungsplan seit dem Ende des Kalten Krieges.

Die „Drehscheibe Deutschland“ – Logistisches Zentrum der NATO

Das mehrere hundert Seiten starke Dokument ist in wesentlichen Teilen geheim. Es geht nicht um abstrakte Planspiele, sondern um konkrete, ausführbare Abläufe. Deutschland soll im Ernstfall den Aufmarsch und die Versorgung verbündeter Streitkräfte sicherstellen. Die sogenannte „Drehscheibe Deutschland“ ist dabei der zentrale Begriff. Übersetzt heißt das: Unser Land wird logistisches Aufmarschgebiet für NATO-Truppen – insbesondere mit Blick auf schnelle Verlegungen an die NATO-Ostflanke.

Veränderung der sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands

Damit verändert sich die Rolle Deutschlands spürbar. Nach Jahrzehnten mit Schwerpunkt auf Auslandseinsätzen rückt die klassische Landes- und Bündnisverteidigung wieder in den Mittelpunkt. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus strategisch: Deutschland ist nicht mehr nur politischer Unterstützer, sondern infrastruktureller Schlüsselstaat. Besonders bemerkenswert ist, dass große grenzüberschreitende Truppenverlegungen bereits unterhalb eines formellen Spannungs- oder Verteidigungsfalls möglich sein sollen. Das stellt eine neue sicherheitspolitische Qualität dar.

Gesamtstaatlicher Ansatz und „Military Mobility“

Hinzu kommt der gesamtstaatliche Ansatz des Plans. Militär, Polizeibehörden, Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst, Energie- und Logistikunternehmen, Industrie, Wissenschaft und internationale Partner sollen eng verzahnt werden. Private Unternehmen werden als Leistungserbringer eingeplant. Infrastruktur wird nicht mehr ausschließlich wirtschaftlich gedacht, sondern ausdrücklich auch sicherheitspolitisch. Förderprogramme konzentrieren sich auf West-Ost-Schienenkorridore, Güterzugfähigkeit, Schwertransporte und priorisierte Verkehrswege. „Military Mobility“ wird zum strategischen Handlungsstrang.

Hybride Bedrohungen unterhalb des Bündnisfalls

In der Theorie dient all das der Abschreckung. In der Praxis wirft es Fragen auf.

Denn viele der heute diskutierten Bedrohungsszenarien liegen unterhalb des formellen NATO-Bündnisfalls nach Artikel 5. Es geht nicht um eine klassische Panzerschlacht oder einen offenen militärischen Angriff, sondern um hybride Bedrohungen. Dazu zählen groß angelegte Cyberangriffe auf Energie- oder Telekommunikationsnetze, gezielte Sabotage an Brücken, Häfen oder Bahntrassen, koordinierte Störungen von Logistikketten, Desinformationskampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung oder das Ausspähen kritischer Infrastruktur. Auch das Lahmlegen digitaler Verwaltungsstrukturen oder Angriffe auf Versorgungsnetze könnten erhebliche Schäden verursachen – ohne dass formal ein Bündnisfall ausgerufen würde.

Zuständigkeiten in der Grauzone zwischen innerer und äußerer Sicherheit

Gerade diese Grauzone zwischen innerer Sicherheit und militärischer Bedrohung macht die Lage komplex. In solchen Szenarien greifen zunächst nationale Zuständigkeiten – häufig auf Ebene der Bundesländer. Polizei, Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Gefahrenabwehr liegen primär in Länderhand. Gleichzeitig können strategische Bewertungen auf Bundes- und Bündnisebene erforderlich werden. Diese mehrstufige Zuständigkeitsstruktur ist verfassungsrechtlich gewollt, kann aber in dynamischen hybriden Lagen Entscheidungsprozesse verlangsamen. Und gerade dort ist Zeit ein entscheidender Faktor.

Belastungsgrenzen im Brand- und Katastrophenschutz

Ein weiterer Punkt darf nicht ausgeblendet werden: Der Brand- und Katastrophenschutz in Deutschland beruhen maßgeblich auf ehrenamtlichen Kräften – bei Freiwilligen Feuerwehren, im Technischen Hilfswerk und in Hilfsorganisationen. Schon heute bestehen vielerorts Personalengpässe und gleichzeitig nehmen Einsatzbelastungen zu. Wenn diese Strukturen nun stärker in sicherheitspolitische Planungen einbezogen werden, stellt sich die berechtigte Frage, ob dadurch ihre originären Aufgaben beeinträchtigt werden könnten. Könnten Übungen, Planungen oder Unterstützungsleistungen im Rahmen des Operationsplans die Einsatzfähigkeit bei Bränden, Naturkatastrophen oder schweren Unglücksfällen einschränken? Werden Mehrfachengagements – etwa von Personen, die gleichzeitig im THW und in der Freiwilligen Feuerwehr tätig sind – realistisch berücksichtigt?

Sicherheitspolitischer Gesamtkontext

Parallel diskutieren wir über die Wiedereinführung des Wehrdienstes. Es werden milliardenschwere Sondervermögen beschlossen. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ prägen die Debatte. Gleichzeitig wird Deutschland faktisch als logistischer Kernraum im Rahmen der NATO neu positioniert. Diese Entwicklungen stehen nicht isoliert nebeneinander – sie gehören in einen größeren sicherheitspolitischen Zusammenhang.

Parteipolitische Weichenstellungen und strategische Erwartungshaltung

Hinzu kommt, dass der jüngste Parteitag der Christlich Demokratische Union Deutschlands die sicherheitspolitische Linie weiter geschärft hat. Dort wurde die Stärkung der Landes- und Bündnisverteidigung, der Ausbau von Zivil- und Bevölkerungsschutz, die Verbesserung der „Resilienz“ gegenüber hybriden Bedrohungen sowie perspektivisch ein Übergang vom freiwilligen zu einem verpflichtenden Wehrdienst diskutiert und teilweise konkretisiert. Auch die engere Verzahnung von Bundeswehr, Katastrophenschutz und gesamtstaatlicher Sicherheitsarchitektur wurde als politische Zielrichtung benannt.

Diese Beschlüsse und Debatten fügen sich in die Logik des Operationsplans ein. Wenn Deutschland seine Rolle als „Drehscheibe“ strategisch ausbaut, Zivilschutzstrukturen stärkt und personelle Aufwuchspfade für die Streitkräfte definiert, dann geschieht das erkennbar unter der Annahme, dass Vorsorge nicht nur theoretisch bleiben darf. Politisch wird damit zumindest die Möglichkeit mitgedacht, dass von einem Plan wie dem Operationsplan Deutschland im Krisen- oder Spannungsfall tatsächlich Gebrauch gemacht werden könnte. Das unterstreicht die Tragweite der aktuellen Weichenstellungen.

Offene Fragen und langfristige Konsequenzen

Der Operationsplan Deutschland markiert ohne Zweifel eine strategische Neuorientierung. Mehr Verteidigungsbereitschaft, stärkere Bündnisintegration, engere Verzahnung von Militär und zivilen Strukturen. Das mag aus sicherheitspolitischer Sicht nachvollziehbar erscheinen. Doch jede strategische Entscheidung bringt auch Risiken mit sich.

Welche Konsequenzen hat es langfristig, wenn Deutschland logistisches Drehkreuz für militärische Verlegungen wird? Rückt unser Land damit stärker ins strategische Visier? Werden Prioritäten in Infrastruktur und Haushaltsplanung dauerhaft verschoben? Und ist die Bevölkerung ausreichend informiert, wenn wesentliche Teile der Planungen geheim bleiben?

Debatte im Brandenburger Landtag

Auch im Brandenburger Landtag habe ich das Thema bereits aufgegriffen. In der 107. Sitzung des Landtags Brandenburg stellte ich im Rahmen einer mündlichen Anfrage die Frage, welche Rolle insbesondere die ehrenamtlichen Einheiten des Brand- und Katastrophenschutzes im Zusammenhang mit dem Operationsplan Deutschland im Ernstfall einnehmen sollen. Der damalige Innenminister konnte hierzu keine konkreten Auskünfte geben. Insbesondere blieb offen, welche Aufgaben auf Freiwillige Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und weitere ehrenamtlich getragene Strukturen im Spannungs- oder Verteidigungsfall tatsächlich zukommen würden. Das unterstreicht die Notwendigkeit größerer Transparenz und klarer Zuständigkeitsregelungen, damit ehrenamtliche Kräfte wissen, welche Verpflichtungen im Rahmen sicherheitspolitischer Planungen auf sie zukommen können.

Parlamentarische Initiative für Transparenz

Aus diesem Grund werden wir eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag einbringen. Ziel ist es, Transparenz darüber zu schaffen, in welchem Umfang ehrenamtliche Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes in die Planungen einbezogen werden, welche rechtlichen Grundlagen greifen, wie Zuständigkeiten im hybriden Szenario klar geregelt sind und ob die reguläre Gefahrenabwehr in ihrer Leistungsfähigkeit uneingeschränkt erhalten bleibt.

Sicherheit ist notwendig. Verteidigungsfähigkeit ist legitim. Aber Transparenz, parlamentarische Kontrolle und eine offene Debatte über die strategische Rolle Deutschlands sind ebenso unverzichtbar. Nur wenn wir Risiken ehrlich benennen und Zuständigkeiten klar regeln, vermeiden wir, dass aus Abschreckung schleichend eine Dynamik entsteht, die wir am Ende selbst nicht mehr kontrollieren.


Quellen:

Ausschussdrucksache 20/12304
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-stellt-operationsplan-deutschland-vor-a-df523449-cba3-4376-8afa-080ef9f49c12
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/operationsplan-deutschland

Sport als Versorgungssystem? – Wenn Politik im Verband weiterregiert

Nahtlose Karrieren im organisierten Sport

Die Altparteien, allen voran die CDU, haben ein erstaunliches Talent entwickelt, ihre ehemaligen Mandatsträger und Funktionäre nach Ende der politischen Laufbahn im organisierten Sport unterzubringen. Was im ersten Moment nach harmloser Ehrenamtlichkeit klingt, offenbart bei genauerem Hinsehen ein Versorgungssystem – finanziert durch Beiträge der Sportler und Steuermittel.

Der Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) wird seit September 2025 von Otto Fricke, dem früheren FDP-Haushaltspolitiker, geführt. In seinem Präsidium sitzen mit Verena Bentele, der ehemaligen Behindertenbeauftragten, und Jens-Peter Nettekoven, CDU-Landtagsabgeordneter, weitere bekannte Politiker. Damit setzen sich Karrieren nahtlos fort in Bereiche, welche stark abhängig von politischen Entscheidungen sind.

Fußball als politisches Netzwerk

Im Fußball sieht es ähnlich aus: Hermann Winkler, einst Minister und Europaabgeordneter für die CDU, ist seit 2021 Vizepräsident des Deutscher Fußball-Bund (DFB) und gleichzeitig Präsident des Nordostdeutschen sowie des sächsischen Fußballverbands. Ex-Innenminister Holger Stahlknecht führt den Landesverband Sachsen-Anhalt, und der Düsseldorfer CDU-Abgeordnete Christos Katzidis steht dem Verband Mittelrhein vor. Diese Ämterhäufung wirft Fragen nach Unabhängigkeit und Motivation auf.

Auch außerhalb des Fußballs präsent

Auch jenseits des Fußballs mischen Politiker mit. Barbara Richstein, langjährige CDU-Landtagsabgeordnete in Brandenburg und frühere Justizministerin, leitet seit 2018 den Leichtathletikverband ihres Bundeslands und wurde 2024 zur Bundesvorsitzenden des Weißer Ring gewählt. Solche nahtlosen Übergänge sind mehr als Ehrenamt: Sie wirken wie organisierte Anschlussverwendungen.

Unterschiedliche Maßstäbe in der Debatte

In der öffentlichen Debatte wird derzeit diskutiert, dass es in der AfD, wie in anderen Parteien, Fälle von Vetternwirtschaft geben soll. Dieses Thema unterscheidet sich jedoch von den Versorgungsposten im Sport: Wer in der AfD arbeitet, wird durch die Berichterstattung schnell an den Pranger gestellt. Das erschwert die Suche nach neuem Personal. Außerdem vertraut man dort – wie in anderen Parteien – häufig auf die Expertise langjähriger Vertrauter und Parteifreunde. Dieses Muster darf nicht als Rechtfertigung für Postengeschacher im Sport dienen.

Fehlende Transparenz und schwindende Autonomie

Die engen Verflechtungen zwischen Politik und Sport haben Konsequenzen. Verbände klagen über fehlende Transparenz und geringen Reformwillen. Wenn ehemalige Minister Spitzenposten bekleiden, wird Kritik leiser. Fördermittel fließen in Strukturen, die von Parteifunktionären kontrolliert werden; echte Autonomie des Sports geht verloren.

Forderung nach klaren Regeln

Der Sport braucht Transparenz statt Filz. Öffentliche Gelder sollten nur fließen, wenn Führungsposten ausgeschrieben und frei von parteipolitischer Dominanz sind. Eine Abkühlphase vor dem Wechsel aus dem Parlament in einen Verbandsposten würde helfen. Ehrenamtliche, Trainer und Sportler selbst besitzen die Kompetenz, ihre Verbände zu führen.

Der Staat sollte seine Kernaufgaben wahrnehmen – Sicherheit, Bildung und Infrastruktur –, statt Versorgungsposten im Sport zu dulden. Sportverbände sind kein Auffanglager für Politiker; sie verdienen Führung aus der Sache, nicht aus Parteibüros.

Sie ist wieder da: Merkels glorreiche Rückkehr als Königin der Katastrophen

Man munkelt, sie will doch Bundespräsident werden. Nach Jahren der demonstrativen Abwesenheit hat sich Angela Merkel dazu herabgelassen, am 20. Februar 2026 erstmals seit 2021 wieder einen CDU-Bundesparteitag mit ihrer Anwesenheit zu beglücken. Wie gnädig! Deutschland kann aufatmen – die Architektin unseres kollektiven Niedergangs ist zurück. (1)

Was für ein Timing! Gerade jetzt, wo die AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen auf 35 bis 40 Prozent kommt, braucht die CDU natürlich genau das: Die triumphale Rückkehr jener Frau, deren Politik maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die AfD überhaupt erst entstanden ist.

Die Wiederbelebung einer politischen Untoten

Damit hat in der CDU-Führung wohl kaum jemand gerechnet, heißt es. Tja, wenn man jahrelang die Augen vor der Realität verschließt, ist man wohl auch überrascht, wenn die personifizierte Fehlentscheidung plötzlich wieder vor der Tür steht. Seit der Wahl von Friedrich Merz zum CDU-Vorsitzenden im Januar 2022 pflegt Merkel ein distanziertes Verhältnis zur Parteiführung, ihr Verhältnis zu Merz selbst gilt als „zerrüttet“. (2)

Ach, wirklich? Die Frau, die 16 Jahre lang jeden potenziellen Nachfolger systematisch weggebissen hat wie eine Kobra ihre Beute, hat ein schlechtes Verhältnis zu demjenigen, der es schließlich geschafft hat? Überraschung! Merkel hat Merz sowohl als Oppositionsführer als auch als Kanzler wiederholt öffentlich kritisiert – etwa wegen der Zurückweisung von Migranten an den deutschen Grenzen. Natürlich! Denn wenn jemand versucht, ihre katastrophalen Fehler zu korrigieren, ist das in Merkels Welt offenbar ein Sakrileg. (3)

2015: Das Jahr, in dem Deutschlands politische Führung die Vernunft verlor

Apropos katastrophale Fehler – reden wir doch mal über den Elefanten im Raum: „Wir schaffen das!“ Dieser Satz gilt mittlerweile als Merkels zentrale Aussage in der damaligen, bis heute anhaltenden Krise. Ein Satz, der Deutschland mehr gekostet hat als jede Naturkatastrophe. Am 31. August 2015 sagte Merkel wörtlich: „Deutschland ist ein starkes Land. Und das Motiv, in dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ (4)

Was haben wir denn geschafft? Schauen wir uns die glorreichen Errungenschaften mal genauer an:

Migration und Kriminalität – ein voller Erfolg! Im Jahr 2024 lag der Ausländeranteil bei Tatverdächtigen bei 41,8 %, obwohl laut offiziellen Statistiken „nur“ 14,8 % der Bevölkerung in Deutschland Ausländer sind. Sie sind damit in der Polizeilichen Kriminalstatistik überproportional vertreten. (5) Und dabei sprechen wir lediglich von den offiziell registrierten Fällen, Dunkelziffer unbekannt.

Moment mal – knapp 15 Prozent der Bevölkerung, aber knapp 42 Prozent der Tatverdächtigen? Das ist ja fast so, als hätte Merkels unkontrollierte Grenzöffnung irgendwelche Konsequenzen gehabt! Wer hätte das ahnen können?

Aber das sind sicher alles nur Einzelfälle, nicht wahr? Tausende und Abertausende von Einzelfällen. So viele Einzelfälle, dass man schon fast von einem Muster sprechen könnte. Aber das wäre ja rechts! Genauso wie der Einzelfallticker der AfD, der seit etwa 3 Jahren, zumindest einen Bruchteil sogenannter Einzelfälle darstellt. (6)

Die Energiewende: Merkels Meisterwerk der Inkompetenz

Als ob die Migrationskrise nicht genug wäre, hat uns Merkel noch ein weiteres Geschenk hinterlassen: Der Atomausstieg sei politisch beschlossen worden, ohne die Folgen für Versorgungssicherheit und Preise realistisch abzuschätzen. Stattdessen habe Deutschland nun „die teuerste Energiewende der Welt“. (7), (8)

Angela Merkel hatte erneut einen abrupten Kurswechsel vollzogen. Zunächst hatte sie den unter Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg rückgängig gemacht beziehungsweise zeitlich verlängert. Als sie jedoch bemerkte, dass diese Entscheidung im ihr mental fremden Westen der Republik auf Ablehnung stieß, nutzte sie den Tsunami und die darauffolgende Reaktorkatastrophe von Fukushima, um die Atompolitik überraschend wieder zu beenden. „Angela Merkel kam Fukushima gerade recht“, sagte damals Klaus Töpfer, Umwelt-Experte der CDU. (9)

Ein Tsunami in Japan als Grund, in Deutschland die Kernkraftwerke abzuschalten? Das ist ungefähr so logisch, wie wegen eines Vulkanausbruchs auf Island in Bayern die Bergbahnen zu schließen. Aber Logik war noch nie Merkels Stärke.

Bundeskanzler Merz bezeichnete den Atomausstieg als „schweren strategischen Fehler“ und die Energiewende als „die teuerste und ineffizienteste der Welt“. Sogar ihr Nachfolger muss zugeben, was für einen Murks sie hinterlassen hat. Aber wird er es korrigieren? Natürlich nicht! Eine Rückkehr zur Kernenergie, deren Aufgabe er selbst als strategischen Fehler bezeichnete, spielte in seinen Ausführungen keine Rolle. Offenbar traut er sich nicht, den dazu notwendigen Konflikt mit dem kernkraftkritischen Koalitionspartner SPD einzugehen. (7), (8)

Die Euro-Krise: Merkels Meisterkurs in Geldvernichtung

Aber warten Sie, es kommt noch besser! Erinnern wir uns an die glorreiche Euro-Rettung: Die Kredite, die Deutschland Griechenland gewährt habe, bezeichnete Wagenknecht als eine „verantwortungslose Veruntreuung von deutschem Steuergeld“. (10)

Täuschung – das perfekte Wort für Merkels gesamte Kanzlerschaft! Kein ernstzunehmender Fachmann geht davon aus, dass wir diese Hilfskredite von Griechenland zurück erhalten. Aber Hauptsache, wir haben Solidarität gezeigt. Mit dem Geld anderer Leute ist man ja immer besonders großzügig.

Die gesellschaftliche Spaltung: Merkels bleibendes Vermächtnis

Was hat uns diese Politik gebracht? Eine Gesellschaft, die zerrissener ist als je zuvor. Eine Wirtschaft, die unter astronomischen Energiepreisen ächzt. Innenstädte, in denen man sich nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht mehr blicken lässt. Ein Bildungssystem, das vor lauter „Integration“ vergessen hat, was Bildung eigentlich bedeutet.

Und jetzt kommt sie wieder. Vermutlich, um ihren Unterstützern in der Partei und den Menschen im Land zu zeigen: Die CDU ist mehr als Friedrich Merz und seine Politik. Ach so! Die CDU ist also mehr als jemand, der erfolglos versucht, ihre Fehler zu korrigieren? Na dann ist ja alles gut!

Der tosende Applaus der Lemminge

Das Beste kommt aber noch: Mit den 11-minütigen Ovationen nach ihrer Rede auf dem CDU-Parteitag 2016 haben die CDU-Mitglieder Merkel nicht nur Rückendeckung gegeben, sondern auch zum Ausdruck gebracht, dass sie mit ihrer Parteivorsitzenden keinen Fehler gemacht haben. (11)

11 Minuten Applaus! Für was? Für die Zerstörung der Energiesicherheit? Für die unkontrollierte Masseneinwanderung? Für die Verschleuderung von Steuergeldern? Für die Spaltung der Gesellschaft? Bei Stalin war es so, dass diejenigen, die vorzeitig mit dem Klatschen aufgehört hatten, anschließend im Gulag landeten. Bei der CDU landet man offenbar nur in der Bedeutungslosigkeit.

Fazit: Die Raute des Grauens kehrt zurück

„Sie ist wieder da“ – und das ist keine gute Nachricht. Es ist, als würde der Brandstifter zum Tatort zurückkehren, um sich die Asche anzusehen. Nur dass in diesem Fall die Asche unser Land ist.

Die CDU hätte die Chance, endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Stattdessen holt man die Untote aus der Versenkung. Wenn Merkel tatsächlich Bundestagspräsidentin werden sollte, wäre das der ultimative Beweis dafür, dass die politische Elite dieses Landes entweder vollkommen den Verstand verloren hat oder das deutsche Volk bewusst verhöhnt. Vermutlich beides.

Deutschland 2026: Ein Land, das seine eigene Abschaffung beklatscht. Was für eine Zeit, um am Leben zu sein!

Quellen

(1) Ex-Kanzlerin erstmals seit Regierungszeit wieder bei CDU-Parteitag

(2) CDU-Spitze nervös wegen Merkel beim Parteitag

(3) Merkel widerspricht Merz bei Zurückweisungen

(4) „Wir schaffen das!“ Vom Entstehen und Nachleben eines Topos

(5) Ausländerkriminalität in Deutschland – Daten & Fakten

(6) Brisant wie nie: Unser Einzelfallticker!

(7) Der Abrechnung mit der Energiewende müssen Taten folgen

(8) „Deutschland hat die teuerste Energiewende auf der ganzen Welt“, klagt Friedrich Merz

(9) Nun rächen sich die größten Fehler der Angela M.

(10) Merkel: Schwerer Weg in der Griechenlandkrise

(11) Elf Minuten Applaus für Merkel – was das Signal für die Kanzlerin bedeutet

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